Koordinierter Angriff auf neun Gefängnisse in Frankreich

Koordinierter Angriff auf neun Gefängnisse in Frankreich

Frankreichs Justizminister Darmanin bezeichnete die Angriffe als „Frontalangriff auf die Republik“ und kündigte eine entschlossene Reaktion des Staates an – die Serie koordinierter Angriffe auf Haftanstalten betrafen neun Gefängnisse in Toulon, Marseille, Aix-en-Provence, Valence, Nîmes, Luynes, Villepinte, Nanterre und Agen.

In Toulon feuerten Unbekannte mit automatischen Waffen auf das Gefängnistor, wobei 15 Einschusslöcher festgestellt wurden. In mehreren Fällen wurden Fahrzeuge von Gefängnismitarbeitern auf den Parkplätzen der Anstalten angezündet. An den Tatorten fanden sich Graffiti mit der Abkürzung „DDPF“ („Droits des Prisonniers Français“ – Rechte der französischen Gefangenen) sowie anarchistische Parolen.

Die französischen Behörden vermuten, dass die Angriffe eine Reaktion auf geplante Maßnahmen der Regierung gegen den Drogenhandel im Strafvollzug sind. Justizminister Gérald Darmanin hatte zuvor angekündigt, besonders gefährliche Drogenhändler in speziellen Hochsicherheitstrakten unterzubringen und eine auf Drogenhandel spezialisierte Staatsanwaltschaft einzurichten. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe der Anschläge zu klären.

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