Wien – Am Freitag, den 10. Oktober, verwandelte sich die Wiener Innenstadt in ein Protestepizentrum. Fridays For Future (FFF) rief zur Großdemo gegen das neue Klimagesetz auf – und die Stadt stand still.
Sperren, Staus und Stillstand
Ab 14:30 Uhr begann das Spektakel: Tausende Demonstranten versammelten sich in Wien Mitte Landstraße, um gegen das umstrittene Klimagesetz zu protestieren. Laut oe24.at zogen die Teilnehmer ab 15:30 Uhr quer durch die Innenstadt, begleitet von Straßensperren und Verkehrschaos. Der Ring, der Franz-Josefs-Kai und weitere zentrale Straßen wurden blockiert. Die Abschlusskundgebung fand um 17:30 Uhr am Maria-Theresien-Platz statt.
Die Polizei rechnete mit bis zu 10.000 Teilnehmern. Autofahrer und Öffi-Nutzer mussten sich auf massive Einschränkungen einstellen. Besonders betroffen waren die Straßenbahnlinien D, O, 1, 2 und 71, wie die Wiener Linien mitteilten. Spontane Sperren sorgten für zusätzliche Verwirrung – Durchsagen und die WienMobil-App wurden zur Überlebenshilfe im Verkehrschaos.
„Klimaschutz fehlt!“ – Scharfe Kritik an der Regierung
Die Demonstranten machten ihrem Ärger über das neue Klimagesetz Luft. „Die Klimakrise zeigt sich mit voller Wucht. Doch statt uns zu schützen, handelt unser Klimaminister, als würde niemand hinsehen“, kritisierte Fridays For Future laut oe24.at. Besonders im Fokus der Kritik: Klimaminister Norbert Totschnig (ÖVP). Der Entwurf des Klimagesetzes sei unzureichend und lasse echten Klimaschutz vermissen.
Wien im Ausnahmezustand
Während die Demonstranten lautstark für ihre Anliegen eintraten, herrschte auf den Straßen der Stadt Ausnahmezustand. Staus auf den ungesperrten Abschnitten des Rings, am Schwarzenbergplatz und auf der Praterstraße sorgten für Frust bei den Autofahrern. Auch die Oberen und Unteren Donaustraßen waren betroffen.
Ein Auftakt mit Signalwirkung?
Die Demonstration am Freitag war erst der Anfang. Fridays For Future kündigte an, künftig wöchentlich zu protestieren. Ob die Regierung auf den Druck reagiert, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die Klimadebatte hat die Straßen Wiens erreicht – und sie wird so schnell nicht verschwinden.
Credits: APA
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