Børge Brende, Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), schlägt Alarm: Die gigantischen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) könnten zu einer gefährlichen Blasenbildung führen.
500 Milliarden Dollar – und die Rendite bleibt aus
Wie der WEF-Chef gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte, wurden allein in diesem Jahr unglaubliche 500 Milliarden US-Dollar in KI-Technologien investiert. Doch die erhofften Gewinne lassen auf sich warten. „Man investiert viel Geld, aber die Rendite lässt noch auf sich warten. Man muss sehr geduldig sein“, so Brende. Die Sorge: Eine KI-Blase könnte ähnlich wie die Dotcom-Blase der 2000er Jahre platzen und die Weltwirtschaft erschüttern. Dies berichtet auch swissinfo.ch.
Chancen und Risiken: Ein zweischneidiges Schwert
Trotz der Warnungen sieht Brende auch enorme Chancen in der KI. „Wir könnten im kommenden Jahrzehnt Produktivitätssteigerungen von bis zu zehn Prozent erleben“, betonte er. KI könnte Durchbrüche in Bereichen wie Medizin, Raumfahrt und Energie beschleunigen. Doch der norwegische Ex-Außenminister mahnt zur Vorsicht: „Die Weltordnung, die wir kannten, existiert nicht mehr. Unsicherheit ist die größte Sorge für die Weltwirtschaft.“ Dies unterstreicht auch ein Bericht des Handelsblatts.
China vs. USA: Der Kampf um die technologische Vorherrschaft
Ein weiteres heißes Thema: Der Wettstreit zwischen den USA und China. Brende sieht diesen Konflikt als Kampf um die technologische Dominanz. „Das Land, das bei neuen Technologien wie Quantentechnologie, Superintelligenz oder autonomen Fahrzeugen führend ist, wird die mächtigste Nation dieses Jahrhunderts sein“, erklärte er. Doch anstatt sich in Rivalitäten zu verlieren, fordert der WEF-Chef eine globale Zusammenarbeit, um Herausforderungen wie Cyberkriminalität und Pandemien zu bewältigen.
WEF 2026: Alle Augen auf Davos
Vom 19. bis 23. Januar 2026 wird Davos erneut zum Zentrum der Weltpolitik. Tausende Teilnehmer, darunter Staats- und Regierungschefs sowie CEOs globaler Konzerne, werden erwartet. Brende, der nach dem Rückzug von Klaus Schwab das Gesicht des WEF ist, wird dabei eine Schlüsselrolle spielen.
Quellen: oe24.at, swissinfo.ch, Handelsblatt
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