Kanzlerfrage: Stocker stürzt auf 10 Prozent — Kickl mit mehr als dreifachem Vorsprung

Kanzlerfrage: Stocker stürzt auf 10 Prozent — Kickl mit mehr als dreifachem Vorsprung

Wer sollte Bundeskanzler sein, wenn das Volk direkt wählen könnte? Die aktuelle Antwort auf diese Frage ist für den amtierenden Kanzler ein Desaster.

Stocker: Minus sechs Punkte in zwei Wochen

Die Lazarsfeld Gesellschaft hat für oe24 zwischen dem 8. und 9. Juni 2026 insgesamt 1.000 Personen zur Kanzlerfrage befragt. Das Ergebnis für Christian Stocker (ÖVP) ist alarmierend: Nur noch zehn Prozent würden ihn direkt zum Bundeskanzler wählen, wie oe24.at berichtet. Vor zwei Wochen waren es noch 16 Prozent, vergangene Woche 12 Prozent. Damit hat Stocker in zwei Wochen fast die Hälfte seiner ohnehin bescheidenen Direktwahl-Zustimmung verloren.

Gleichauf mit dem unbeliebtesten Koalitionspolitiker

Das Pikante: Damit liegt Stocker fast gleichauf mit Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), der bisher in jeder oe24-Umfrage als unbeliebtester Bundespolitiker hervorgegangen war. Babler kommt laut oe24.at auf neun Prozent — nur einen Punkt hinter dem Kanzler. Noch knapper dahinter liegt Grünen-Chefin Leonore Gewessler mit ebenfalls neun Prozent. Schlusslicht unter den abgefragten Politikern ist laut oe24.at NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit sieben Prozent.

Kickl: 35 Prozent — mehr als dreimal so viel wie der Kanzler

FPÖ-Chef Herbert Kickl baut seinen Vorsprung weiter aus. Mit 35 Prozent in der Direktwahlfrage hat er mehr als dreimal so viele Nennungen wie der amtierende Bundeskanzler. Dieser Wert hat sich laut oe24.at in den vergangenen Wochen weiter stabilisiert.

Was die Zahlen bedeuten

Die Kanzlerfrage misst keine Parteienpräferenz, sondern die persönliche Direktwahl-Zustimmung — sie ist ein Gradmesser für das Vertrauen in die Person, nicht die Partei. Dass Stocker innerhalb von zwei Wochen sechs Punkte verloren hat, liegt laut oe24.at am Wirbel um die ursprünglich geplante Parteienförderungs-Erhöhung — ein Thema, das ihn und seine Koalition öffentlich als Partei wirken ließ, die für andere spart, sich selbst aber ausnahm. Das Einfrieren der Förderung in letzter Minute hat den Imageschaden offenbar nicht gestoppt.

Credits: BKA-Christopher Dunker

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