Österreichs fiktive Kanzlerdirektfrage bleibt ein Trauerspiel für die Ampelregierung — und ein Triumphzug für Herbert Kickl. Die jüngste Erhebung zeigt aber eine leichte Verschiebung beim Amtsinhaber.
Kickl mit fast einem Drittel — Stocker holt drei Punkte
Wie oe24 unter Berufung auf die aktuelle Lazarsfeld-Umfrage vom 6. und 7. April 2026 (1.000 Befragte) berichtet, führt FPÖ-Chef Herbert Kickl die Kanzlerfrage weiterhin klar an. 32 Prozent der Wahlberechtigten würden ihn bei einer fiktiven Direktwahl ins Kanzleramt schicken — ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche.
Amtsinhaber Christian Stocker kann sich immerhin ein wenig freuen: Wie oe24 berichtet, kommt der ÖVP-Kanzler auf 15 Prozent, drei Punkte mehr als noch die Woche zuvor. Der Abstand zu Kickl bleibt dennoch gewaltig — mehr als doppelt so hoch liegt der FPÖ-Chef vor dem Mann im Kanzleramt.
Babler verliert, Regierungspartner schwächeln
Für SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler geht es in der Kanzlerfrage weiter bergab. Wie oe24 meldet, kommt er nur noch auf 8 Prozent — ein Minus von einem Prozentpunkt. Damit liegt er auf Augenhöhe mit Grünen-Chefin Leonore Gewessler (7 Prozent) und knapp über NEOS-Chefin und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (6 Prozent).
Das Ergebnis zeigt einmal mehr das, was oe24 als „Amtsmalus“ bezeichnet: Während Regierungsverantwortung früher mit einem Bonus verbunden war, scheint sie in der aktuellen Lage eher zu schaden. Alle drei Ampelparteichefs zusammen kommen auf weniger als die Hälfte des Kickl-Wertes.
Parteienwerte: FPÖ dominiert weiter, ÖVP unter Druck
Im breiteren Umfragekontext bleibt die Lage für die Regierungsparteien angespannt. Wie oe24 in seiner Osterumfrage der Lazarsfeld Gesellschaft (2.000 Befragte, 23. bis 31. März) berichtete, war die ÖVP zwischenzeitlich sogar hinter die SPÖ auf Platz drei gefallen. Laut dem aktuellen PolitPro-Wahltrend, der mehrere Institute aggregiert, liegt die FPÖ aktuell bei rund 36 Prozent — weit vor ÖVP (rund 20 Prozent) und SPÖ (rund 18 Prozent).
Kickls einziges Problem bleibt: Eine Wahl ist nicht in Sicht. Die hohen Umfragewerte lassen sich derzeit nicht in Mandate ummünzen.
Credits: APA
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