Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat angekündigt, bald in die Ukraine zu reisen. In einem Post auf der Plattform X teilte er ein Foto, das ihn bei einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zeigt. „Ich freue mich, bald in die Ukraine zu reisen“, schrieb Stocker und bedankte sich für die Informationen zur aktuellen Lage vor Ort.
Österreichs Engagement für Frieden und Hilfe
Stocker betonte, dass Österreich weiterhin für einen „umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden“ eintrete. Besonders wichtig sei es, die Interessen der Ukraine zu wahren und gleichzeitig die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Anlässlich des bevorstehenden vierten Jahrestages des russischen Angriffskrieges kündigte der Kanzler zusätzliche drei Millionen Euro an Hilfsgeldern für die notleidende ukrainische Bevölkerung an. „Es ist ein Kriegsverbrechen, zivile Energieinfrastruktur ins Visier zu nehmen, und das muss jetzt aufhören“, erklärte er.
Selenskyj: EU-Beitritt als Sicherheitsgarantie
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich ebenfalls zu dem Gespräch. Er bedankte sich für die Unterstützung Österreichs, insbesondere im Bereich der Energieversorgung. Selenskyj betonte, dass die EU-Mitgliedschaft der Ukraine eine wesentliche Sicherheitsgarantie für ganz Europa darstelle. Er hoffe auf einen Beitritt bis 2027 und zähle auf die Unterstützung der europäischen Partner.
Ein historischer Besuch?
Die Reise des Kanzlers könnte rund um den vierten Jahrestag der russischen Invasion am 24. Februar stattfinden. Ein genauer Termin wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben. Während Außenministerin Beate Meinl-Reisinger die Ukraine bereits mehrfach besucht hat, wäre es Stockers erste Reise in das kriegsgebeutelte Land. Sein Vorgänger Karl Nehammer hatte das Land kurz nach Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 besucht, und auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen war im Februar 2023 vor Ort.
Ein starkes Signal
Mit seinem Besuch setzt Stocker ein klares Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Die Unterstützung Österreichs, sowohl finanziell als auch politisch, unterstreicht die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit in dieser schwierigen Zeit.
Quellen: oe24.at, Südtirol News, Handelsblatt, Salzburger Nachrichten
Credits: APA
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