Jugendliche auf Rollern sorgen in Ebreichsdorf für Aufregung — und politischen Streit

Jugendliche auf Rollern sorgen in Ebreichsdorf für Aufregung — und politischen Streit

In Ebreichsdorf in Niederösterreich haben mehrere Vorfälle mit einer Gruppe Jugendlicher für Aufregung gesorgt. Die Polizei beschwichtigt — die FPÖ nutzt den Fall für eine harte Ansage.

Was passiert ist

Wie exxpress berichtet, kam es in Ebreichsdorf zu mehreren Anzeigen gegen eine Gruppe junger Burschen, die auf Rollern unterwegs sind. Laut den Anzeigen soll ein Mädchen mit einem Stock verletzt worden sein, Kinder wurden offenbar gezwungen, sich hinzuknien und die Schuhe der Täter zu küssen. Auch ein Klappmesser soll im Spiel gewesen sein.

Zur Zusammensetzung der Gruppe: Laut exxpress-Recherchen waren unter anderem syrischstämmige und türkischstämmige Jugendliche dabei — zumindest einer davon wurde bei einer der Anzeigen polizeilich erfasst. Mindestens ein weiterer Bursche hat laut dem Bericht österreichische Wurzeln und ist der Sohn einer SPÖ-Funktionärin aus der Region.

Polizei: „Zwei Anzeigen, keine Bande“

Die Polizei reagiert deutlich zurückhaltender als die politische Aufregung vermuten lässt. Laut exxpress erklärt die Behörde, es habe genau zwei Vorfälle gegeben, die zur Anzeige gebracht wurden. Die Jugendlichen seien „blöde Buben, die Blödsinn anstellen“ — wie es sie in jeder Generation gebe. Den Anzeigen werde nachgegangen, auch wenn die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des jungen Alters der Beteiligten grundsätzlich einstelle. Bei weiteren Vergehen könnten die Vermerke jedoch beim Strafmaß relevant werden.

Die Bezeichnung „muslimische Jugendbande“ und ihre Kritik

Rund um den Fall entbrannte auch eine Begriffsstreit. Die Bezeichnung „muslimische Jugendbande“ — die in der ersten Berichterstattung verwendet wurde — stieß auf Kritik: Sie sei erstens rassistisch, zweitens hätten nicht alle Beteiligten einen muslimischen Hintergrund. Beide Einwände haben laut dem vorliegenden Bericht einen wahren Kern: Die Gruppe ist ethnisch gemischt, und die Religion der Beteiligten ist nicht gesichert bekannt.

Landbauer fordert Remigration

FPÖ-Landeshauptmannstellvertreter Udo Landbauer nutzte den Fall für eine grundsätzliche Aussage. In einer OTS-Aussendung erklärte er: „Der Schutz unserer Kinder muss oberste Priorität haben. Es ist erschreckend und beschämend, was unsere heimischen Kinder mittlerweile durch importierte Gewalt erleiden müssen.“ Er sprach von „lupenreiner Ausländerkriminalität“ und forderte eine Senkung der Strafmündigkeit sowie einen „sofortigen Asylstopp und einen harten Remigrationskurs“. Dem ÖVP-Innenministerium warf er vor, „in der Pendeluhr zu schlafen“.

Zur Einordnung: Die Polizei qualifiziert dieselben Vorfälle als zwei Anzeigen ohne Hinweis auf organisierte Bandenkriminalität.

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