Wien – Der ehemalige Sozial- und Gesundheitsminister Johannes Rauch (66) hat eine neue Aufgabe übernommen: Er wurde zum Präsidenten der Grünen Parteiakademie FREDA gewählt. Dies gab die Partei am Samstag bekannt. Rauch folgt auf Michaela Sburny, die die Akademie seit 2022 leitete und bei der Generalversammlung am Freitag nicht mehr zur Wahl antrat, wie oe24.at berichtet.
FREDA: Bildungsarbeit im Fokus
Die FREDA, gegründet im Jahr 2020 nach dem Wiedereinzug der Grünen in den Nationalrat, ist die zentrale Bildungsinstitution der Partei. Sie hat die Aufgaben der früheren Grünen Bildungswerkstatt übernommen und ist nach Freda Meissner-Blau, der ersten Obfrau der Grünen Alternative, benannt. Ziel der Akademie ist es, die politische Bildung und Weiterbildung innerhalb der Partei zu fördern. Laut einer Pressemitteilung der Grünen, veröffentlicht auf APA-OTS, soll die Akademie unter Rauchs Leitung neue Schwerpunkte setzen, darunter die digitale Transformation und die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.
Johannes Rauch betonte in einer Stellungnahme: „Mit hochwertigen Angeboten in der Aus- und Weiterbildung leistet FREDA einen wesentlichen Beitrag, die grüne Basis zu stärken und zu verbreitern.“ Ein besonderer Fokus soll auf der digitalen Transformation liegen, da Themen wie Künstliche Intelligenz und soziale Medien zunehmend die politische Kommunikation beeinflussen, so Rauch weiter.
Politische Erfahrung als Grundlage
Rauch bringt umfangreiche politische Erfahrung mit. Von 2022 bis 2025 war er Sozial- und Gesundheitsminister und spielte eine zentrale Rolle während der Corona-Pandemie. Zuvor war er viele Jahre in der Vorarlberger Landespolitik aktiv, unter anderem als Landesrat für Umwelt und Verkehr. Seine neue Aufgabe sieht er als Chance, die grüne Bewegung weiterzuentwickeln und zukunftsorientierte Politik zu fördern. Wie oe24.at berichtet, kandidierte Rauch zuletzt im März 2025 bei der Gemeindevertretungswahl in Dornbirn.
Zusammenarbeit auf europäischer Ebene
Ein weiterer Schwerpunkt von FREDA unter Rauchs Leitung wird die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Grünen Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen sein. Den Auftakt bildet die Veranstaltungsreihe „Demokratien unter Druck“, die sich mit aktuellen Herausforderungen für demokratische Systeme auseinandersetzt. Weitere Formate wie Round-Table-Gespräche und Studien sind in Planung, wie aus der Pressemitteilung auf APA-OTS hervorgeht.
Stimmen aus der Partei
Grünen-Bundessprecherin Leonore Gewessler begrüßte die Wahl Rauchs: „Mit Johannes Rauch übernimmt eine erfahrene und über Parteigrenzen hinaus geschätzte Persönlichkeit die Präsidentschaft. Mit seiner Erfahrung und seinem Weitblick wird er FREDA weiter stärken – und damit auch die Basis zukunftsorientierter grüner Politik“, zitiert APA-OTS.
Quellen:
- APA-OTS: Ex-Sozialminister Rauch übernimmt Vorsitz der Grünen Parteiakademie FREDA
- oe24.at: Neuer Job für Ex-Minister Rauch
Credits: APA
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