Hollywood in Aufruhr – Nach scharfen Kommentaren von Jimmy Kimmel zum Mord an dem Aktivisten Charlie Kirk hat der US-Sender ABC die Notbremse gezogen und die beliebte Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live!“ auf unbestimmte Zeit abgesetzt. Was steckt hinter diesem TV-Beben?
Ein Mord, der Amerika spaltet
Am 10. September wurde der 31-jährige Charlie Kirk, ein prominenter Unterstützer von Donald Trump, bei einem Auftritt in Utah erschossen. Der mutmaßliche Täter, Tyler Robinson, soll laut Behörden in den letzten Jahren politisch nach links gerückt sein und LGBTQ-Rechte unterstützt haben. Während die Ermittlungen laufen, kochen die Emotionen in den USA hoch.
In seiner Show am Montagabend ließ Jimmy Kimmel kein gutes Haar an der Reaktion der Trump-Anhänger. Er warf der „MAGA-Gang“ vor, den Mord politisch auszuschlachten. Besonders provokant: Kimmel verglich Trumps Trauer um Kirk mit der eines Kindes, das seinen Goldfisch verliert. Diese Aussagen sorgten für einen Sturm der Entrüstung – vor allem bei konservativen Medien und Politikern.
Wie die BBC berichtet, drohte Brendan Carr, Chef der US-Medienaufsichtsbehörde FCC, sogar mit dem Entzug der Sendelizenz für ABC-Partner. Der Druck auf den Sender wuchs, als große Netzwerke wie Nexstar und Sinclair ankündigten, Kimmels Show nicht mehr auszustrahlen.
Trump jubelt, Hollywood protestiert
Donald Trump, der seit Jahren ein erklärter Gegner der Late-Night-Stars ist, feierte die Entscheidung auf seiner Plattform Truth Social: „Großartige Neuigkeiten für Amerika! Endlich hat ABC den Mut, das Richtige zu tun.“ Doch nicht alle teilen diese Meinung. Die Writers Guild of America und andere Gewerkschaften kritisierten die Absetzung als Angriff auf die Meinungsfreiheit.
Das Ende einer Ära?
Jimmy Kimmel, der seit 2003 die Late-Night-Landschaft prägte, schweigt bisher zu seiner Suspendierung. Insider berichten, dass er nicht bereit sei, sich zu entschuldigen. Währenddessen spekulieren Branchenkenner, ob dies das endgültige Aus für „Jimmy Kimmel Live!“ bedeutet. Laut The Hollywood Reporter steht Kimmels Vertrag ohnehin nur noch bis 2026.
Neueste Kommentare