Er kam über Tschechien illegal nach Deutschland, stellte einen Asylantrag, wurde abgelehnt – und blieb trotzdem. Nun soll Mahmoud M.(35) in Bielefeld fünf Menschen niedergestochen haben. Nun ermittelt der Generalbundesanwalt wegen Terrorverdachts.
Der aus Ar-Raqqa (Syrien) stammende Mann reiste am 8. August 2023 unerlaubt über Tschechien ein und wurde wenige Tage später in einer Erstaufnahme in Nordrhein-Westfalen registriert. Danach kam er in Unterkünfte in Mönchengladbach und Soest. Ab Ende November lebte er in Harsewinkel (Kreis Gütersloh), wo er am 21. Dezember 2023 subsidiären Schutz zugesprochen bekam – obwohl sein Asylantrag abgelehnt worden war. Seine Aufenthaltserlaubnis gilt bis Februar 2027.
Wie aus Sicherheitskreisen durchsickerte, trat der Syrer unter acht verschiedenen Identitäten auf. Ob er sich so auch mehrfach Sozialleistungen erschlichen hat, ist noch Gegenstand der Ermittlungen, berichtet die deutsche „Bild-Zeitung“.
Angriff mit IS-Bezug
In den frühen Morgenstunden des 18. Mai ging der syrer vor der Bar „Cutie“ in Bielefeld mit einem Messer und einem Stockdegen auf feiernde Menschen los. Fünf Personen wurden verletzt, zwei davon lebensgefährlich. In seinem Rucksack fand die Polizei weitere Waffen und brennbare Flüssigkeiten – Exxtra24 berichtete.
Nach 42 Stunden Flucht wurde der Verdächtige vom SEK in Heiligenhaus (NRW) gefasst. Dabei soll er sich zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannt haben. Ermittler fanden in seiner Unterkunft Hinweise auf Kontakte zu bekannten Islamisten.
Generalbundesanwalt übernimmt
Die Bundesanwaltschaft stuft die Tat als religiös motivierten Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung ein. M. sitzt nun in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in vier Fällen. Seit Dienstagabend führt der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen Terrorverdachts.
Credit: Polizei Bielefeld
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