Ein diplomatisches Memo enthüllt: Mojtaba Khamenei, der neue Oberste Führer des Iran, liegt in einem kritischen Zustand. Die Hintergründe werfen ein Schlaglicht auf die politische und religiöse Krise des Landes.
Verletzungen nach Luftangriff
Wie die britische Zeitung The Times berichtet, befindet sich Mojtaba Khamenei, der 56-jährige Sohn des verstorbenen Ayatollah Ali Khamenei, im Koma. Er wird in der heiligen Stadt Ghom behandelt, nachdem er bei einem US-israelischen Luftangriff am 28. Februar schwer verletzt wurde. Dieser Angriff, der auch seinen Vater tötete, markierte den Beginn eines eskalierenden Konflikts in der Region.
Laut einem Bericht von i24News entging Mojtaba Khamenei dem Tod nur knapp, da er sich kurz vor dem Einschlag der Raketen außerhalb seines Wohnsitzes befand. Dennoch erlitt er schwere Verletzungen, darunter eine Wunde am Bein. Seine Frau und sein Sohn kamen bei dem Angriff ums Leben.
Mausoleum in Ghom geplant
Die religiöse Hochburg Ghom steht derzeit im Zentrum der Ereignisse. Dort werden nicht nur Mojtabas Verletzungen behandelt, sondern auch die Vorbereitungen für die Beisetzung seines Vaters getroffen. Wie The Times berichtet, sollen in Ghom mehrere Gräber errichtet werden, was Spekulationen über eine mögliche Beisetzung Mojtabas selbst anheizt.
Zweifel an der Führungsfähigkeit
Obwohl iranische Staatsmedien behaupten, Mojtaba Khamenei sei weiterhin „im Amt“, gibt es erhebliche Zweifel an seiner Regierungsfähigkeit. Laut Al Jazeera erklärte der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, Khamenei sei „verwundet und wahrscheinlich entstellt“. Zudem wurde bisher kein Video oder Audio des neuen Führers veröffentlicht, was die Gerüchte über seinen kritischen Zustand weiter befeuert.
Politische Spannungen und Ultimaten
Währenddessen spitzt sich die politische Lage weiter zu. US-Präsident Donald Trump drohte mit der „vollständigen Zerstörung“ iranischer Infrastruktur, sollte die Straße von Hormuz nicht geöffnet werden. Ein Sprecher der iranischen Militärführung wies diese Drohungen als „haltlos“ zurück.
Die Unsicherheit über Mojtaba Khameneis Zustand und die Machtverhältnisse im Iran werfen die Frage auf, ob das Land derzeit von der Revolutionsgarde (IRGC) kontrolliert wird. Oppositionsgruppen vermuten, dass Khamenei lediglich als symbolische Figur dient.
Quellen: oe24.at, The Times, i24News, Al Jazeera
Credits: APA
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