Iranisches Parlament plant Kopfgeld auf Trump und Netanjahu – 50 Millionen Euro

Iranisches Parlament plant Kopfgeld auf Trump und Netanjahu – 50 Millionen Euro

Das iranische Parlament berät über einen Gesetzentwurf, der 50 Millionen Euro für die Tötung von US-Präsident Donald Trump, Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und CENTCOM-Kommandeur Admiral Brad Cooper aussetzen würde. Ein Schritt, der die ohnehin dramatisch eskalierte Lage im Nahen Osten weiter zuspitzt.

Der Gesetzentwurf: Staatlich sanktioniertes Kopfgeld

Wie die Jerusalem Post unter Berufung auf iranisches Staatsfernsehen berichtet, hat Ebrahim Azizi, Vorsitzender der Nationalen Sicherheitskommission im iranischen Parlament, den Entwurf öffentlich vorgestellt. Das Papier trägt den Titel „Wechselseitige Maßnahmen der Militär- und Sicherheitskräfte der Islamischen Republik“ und sieht vor, jeweils 50 Millionen Euro an jede Person auszuzahlen, die Trump, Netanjahu oder CENTCOM-Chef Cooper tötet. Wie news.de berichtet, bestätigte Parlamentsabgeordneter Mahmoud Nabavian die bevorstehende Abstimmung und kündigte an, das Kopfgeld solle dafür sorgen, „Trump und Netanjahu in die Hölle zu schicken.“ Zugleich warnte er: Falls der neue Oberste Führer Modschtaba Chamenei angegriffen werde, werde Irans Reaktion „verheerend“ sein.

Hintergrund: Tod Chameneis als Auslöser

Begründet werden die Drohungen mit den israelischen und US-amerikanischen Angriffen vom 28. Februar 2026, bei denen Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet wurde. Wie 20min.ch berichtet, macht Teheran die USA und Israel für die Angriffe verantwortlich, bei denen auch zahlreiche hochrangige Militärs und Sicherheitsverantwortliche ums Leben kamen. Im März wurde laut oe24.at mit Ali Larijani, dem Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, ein weiterer prominenter Funktionär eliminiert. Azizi erklärte laut Staatsfernsehen: „Da Trump die Tötung von Ali Chamenei anordnete, sollte er selbst von jedem Muslim und jeder freien Person zur Rechenschaft gezogen werden.“

Experten: Eher Propaganda als operativer Plan

Eine wichtige Einschränkung liefert beincrypto.com unter Berufung auf Daniel Cohen vom International Institute for Counter-Terrorism in Israel: Das Gesetz wirke „eher wie Propaganda als wie ein operativer Plan.“ Der Entwurf hat die Ausschussprüfung noch nicht durchlaufen – ob er tatsächlich das Parlament passiert, ist offen. Wie t-online.de festhält, hatten iranische Religionsführer bereits zuvor Fatwas gegen Trump und Netanjahu erlassen. Staatliche Telekommunikationsunternehmen sollen laut beincrypto.com bereits SMS-Nachrichten an Bürger versandt haben, in denen zur Spende an eine „Internationale Kampagne zur Belohnung für die Ermordung Trumps“ aufgerufen wurde.

Trump sagt Angriff auf Iran kurzfristig ab

Pikant am Timing: Wie oe24.at berichtet, hatte Trump erst kurz zuvor erklärt, er habe geplante Militärschläge gegen den Iran auf Bitten der Golfstaaten vorerst abgeblasen und von „ernsthaften Verhandlungen“ über Irans Atomprogramm gesprochen. Wie 20min.ch festhält, erklärte Israel derweil, man bereite weiterhin „alle Optionen“ gegen den Iran vor. Eine offizielle Reaktion aus Washington auf den Kopfgeld-Entwurf blieb zunächst aus.

Credits: APA

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