Iran-Krieg treibt Preise hoch: Droht jetzt der nächste Wirtschafts-Schock für Österreich?

Iran-Krieg treibt Preise hoch: Droht jetzt der nächste Wirtschafts-Schock für Österreich?

Der Krieg im Nahen Osten entwickelt sich immer mehr zum globalen Wirtschaftsfaktor – und trifft längst auch Österreich. Experten schlagen Alarm: Energie, Lebensmittel und Transport werden teurer, die Konjunktur gerät ins Wanken. Und die Angst vor einer neuen Krise wächst.

Energie-Schock aus dem Nahen Osten

Der Auslöser ist klar: die Eskalation rund um den Iran. Besonders kritisch ist die Lage in der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Nadelöhre der Weltwirtschaft. Rund ein Fünftel des globalen Ölhandels läuft durch diese Meerenge, wie der Handelsverband betont . Die Folgen sind bereits spürbar: Die Ölpreise sind zuletzt deutlich gestiegen, allein zu Beginn der Eskalation um rund 15 Prozent . Für Konsumenten bedeutet das vor allem eines: Tanken, Heizen und Strom werden teurer.

Auch Fiskalratspräsident Christoph Badelt warnte laut ORF-„Pressestunde“, dass die Blockade der Region direkte Auswirkungen auf Energiepreise und Lieferketten hat .

Teuerung frisst sich durch alle Bereiche

Doch es bleibt nicht bei Energie. Wie Experten erklären, ziehen steigende Öl- und Gaspreise eine ganze Kettenreaktion nach sich.

So könnten auch Lebensmittel deutlich teurer werden. Der Geschäftsführer des IFH Köln, Boris Hedde, sagt laut dpa-AFX, dass höhere Energie- und Logistikkosten „natürlich Kosteneffekte bei Lebensmitteln“ auslösen . Auch die Lebensmittelindustrie warnt vor steigenden Produktionskosten. Die Auswirkungen sind bereits sichtbar: In Europa steigen Preise für Energie, Transport und Güter – und treffen damit direkt die Haushalte .

Konsum bricht ein – Wirtschaft unter Druck

Die Unsicherheit schlägt sich auch im Verhalten der Menschen nieder. Laut einer Umfrage für oe24 wollen bereits 47 Prozent der Österreicher weniger konsumieren. Das ist ein klares Warnsignal für die Wirtschaft: Wenn die Kauflaune sinkt, droht ein Rückgang des Wachstums – im schlimmsten Fall sogar eine neue Rezession. Schon jetzt erinnern die Werte an die Zeit nach Beginn des Ukraine-Kriegs, als die Konsumbremse besonders stark war.

Internationale Experten warnen vor globalen Folgen

Auch international wird der Ton schärfer. Der Internationale Währungsfonds rechnet laut Berichten mit einer Abschwächung des globalen Wachstums. Steigende Energiepreise und gestörte Lieferketten bremsen die Weltwirtschaft. Gleichzeitig steigt die Inflation wieder an: In Deutschland etwa kletterten die Preise zuletzt spürbar, vor allem wegen teurer Energie.

Die Lage bleibt angespannt – selbst eine kurzfristige Entspannung könnte die Schäden nicht sofort beheben.

Droht ein längerer Krisen-Effekt?

Ein weiteres Problem: Selbst wenn sich die militärische Lage beruhigt, könnten die wirtschaftlichen Folgen länger anhalten. Denn zerstörte Infrastruktur, unterbrochene Lieferketten und verunsicherte Märkte wirken oft noch Monate oder Jahre nach. Laut internationalen Analysen kämpft selbst der Iran bereits mit massiven wirtschaftlichen Schäden, steigenden Preisen und wachsender Arbeitslosigkeit .

Quellen: oe24.at, ORF, dpa-AFX, finanzen.at, Die Zeit, Reuters, Welt
Credits: APA

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