Iran droht mit Gegenschlägen auf US-Stützpunkte – und Trump läuft die Zeit davon

Iran droht mit Gegenschlägen auf US-Stützpunkte – und Trump läuft die Zeit davon

Die Lage im Iran-Konflikt spitzt sich erneut zu: Irans Revolutionsgarden drohen mit schmerzhaften Gegenschlägen auf US-Stützpunkte und Kriegsschiffe – zeitgleich läuft für Trump eine entscheidende rechtliche Frist ab.

Revolutionsgarden drohen mit langen und schmerzhaften Schlägen

Ein ranghoher Vertreter der iranischen Revolutionsgarden hat den USA mit massiven Gegenschlägen gedroht. Wie oe24 unter Berufung auf APA/AFP berichtete, kündigte er an, bei erneuten US-Angriffen – selbst begrenzten – „lange und schmerzhafte Schläge“ gegen amerikanische Militärstützpunkte und Kriegsschiffe in der Region zu führen. Die Drohung ist als direkte Reaktion auf Berichte zu verstehen, wonach US-Präsident Donald Trump noch am Donnerstag über neue Militärschlagpläne gegen den Iran unterrichtet werden sollte. Diese sollen laut oe24 Infrastrukturziele und möglicherweise auch den Einsatz von Bodentruppen umfassen.

War Powers: Trump läuft am Freitag die Frist davon

Parallel eskaliert die innenpolitische Lage in Washington. Wie oe24 berichtete, betrachtet die US-Regierung die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten mit dem Iran gemäß dem „War Powers Resolution“-Gesetz von 1973 offiziell als beendet: „Beide Parteien haben sich am 7. April auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand geeinigt, der seither verlängert wurde.“ Seit dem 7. April habe es laut einem US-Regierungsvertreter keinen Schusswechsel zwischen den US-Streitkräften und dem Iran gegeben.

Das ändert jedoch nichts an der gesetzlichen Frist: Gemäß dem War Powers Act muss Trump den Militäreinsatz innerhalb von 60 Tagen nach Beginn – also bis Freitag – entweder beenden oder die ausdrückliche Genehmigung des Kongresses einholen. Eine formelle Kriegserklärung gibt es bis heute nicht.

Hintergrund: Ein Krieg mit vielen offenen Fronten

Wie die Wikipedia-Chronik zum Irankrieg 2026 festhält, begann der Konflikt am 28. Februar mit koordinierten israelisch-amerikanischen Angriffen auf iranische Militäreinrichtungen und Führungspersonal – darunter die Tötung des Obersten Führers Ali Chamenei. Iran antwortete mit Angriffen auf US-Stützpunkte in mehreren Golfstaaten. Seither pendelt der Konflikt zwischen Waffenstillstand und Eskalation – die aktuellen Drohungen der Revolutionsgarden zeigen, wie fragil die Lage weiterhin ist.

Credits: APA

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