Industrie schlägt Alarm: Knallharte Forderung nach billigerem Strom!

Industrie schlägt Alarm: Knallharte Forderung nach billigerem Strom!

Die heimische Industrie steht unter Hochspannung! Angesichts explodierender Energiepreise, einem gnadenlosen internationalen Wettbewerb und einer deutlichen Investitionsflaute sehen die Bosse schwarz für den Standort Österreich. Nun wird der Ruf nach sofortigem Handeln der Regierung lauter, denn es stehen Wertschöpfung und tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Ruf nach deutschem Vorbild: Fünf Cent pro Kilowattstunde!

Der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Knill, findet deutliche Worte und fordert, wie die APA berichtet, klare und verlässliche Rahmenbedingungen. Die zentrale Forderung: ein Industriestrompreis nach dem Vorbild unseres Nachbarn Deutschland. Konkret soll der Preis auf fünf Cent je Kilowattstunde gedrückt werden.

Dieser Rettungsanker für die Industrie soll, so Knill, „zeitlich befristet, zielgerichtet und auf stromintensive, international exponierte Unternehmen fokussiert“ sein. Die Maßnahme sei überlebenswichtig, da Deutschland der wichtigste Wettbewerber und Handelspartner für Österreich ist. Während in Deutschland die Details für einen solchen Billig-Strompreis bereits ausgearbeitet werden, warnt Knill vor dramatischen Folgen für Österreich: „Durch die Wettbewerbsnachteile werden Investitionen verschoben oder ins Ausland verlagert.“ Besonders betroffen seien Branchen wie Stahl, Chemie, Papier oder Glas, die schon jetzt massiv an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen.

Politik zum Handeln gezwungen: „Lage verlangt entschlossenes Handeln“

Um den Druck von den Unternehmen zu nehmen, schlägt die IV eine Ausweitung des Strompreiskosten-Ausgleichsgesetzes (SAG) bis zum Jahr 2030 vor. Dieses Gesetz kompensiert indirekte CO2-Kosten, die über den Strompreis auf die Betriebe abgewälzt werden. „Diese Kosten treffen europäische Unternehmen, nicht aber internationale Mitbewerber“, stellt Knill klar.

Während bereits 15 andere EU-Staaten ihre Industrie auf diese Weise entlasten, sei in Österreich zwar ein erster Schritt mit zugesicherten 75 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre getan, doch das reiche bei Weitem nicht aus. Die Industriellenvereinigung fordert mehr Planungssicherheit für die unter Druck stehenden Unternehmen.

Mit einem unmissverständlichen Appell richtet sich Knill direkt an die Regierungskoalition: „Die Lage verlangt jetzt entschlossenes politisches Handeln.“ Es geht um nicht weniger als die Zukunft des Industriestandorts Österreich.

Credits: APA

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