Er habe das Recht, „Minister nicht zu respektieren, die mich nicht respektieren“, sagte Dodik. Sollte „diese Frau“ zufällig auf das Territorium der Republika Srpska gelangen, würde der Extremist sie sofort rauswerfen lassen.
Dodik über Ministerin: „Gehört sie höherwertiger Rasse an?“
Und zum Nachrichtenmagazin „profil“ meinte der Serbenführer über Meinl-Reisinger: „„Die österreichische Außenministerin glaubt wohl, sie gehört einer höherwertigen Rasse an. Das tut sie nicht. Ich werde alles dafür tun, dass sich unsere serbische Gemeinschaft in Österreich organisiert und dass sie ihren Willen ausdrückt.“
Meinl-Reisinger will auch „Putin verhaften lassen“
Für weitere heftige Debatten auf Social-Media-Plattformen sorgt aktuell auch ein Statement Meinl-Reisingers bei einem TV-Talk auf puls4 – sie meinte dabei wörtlich über den russischen Präsidenten: „Wir werden Putin verhaften lassen, wenn er österreichischen Boden betritt. Ganz sicher.“
Hintergrund: Die Republika Srpska
Die Republik Srpska (Republika Srpska) ist eine von zwei konstitutionellen Entitäten des Staates Bosnien und Herzegowina, die andere ist die Föderation Bosnien und Herzegowina. Sie spielt eine zentrale, aber auch kontroverse Rolle in der Nachkriegspolitik des Balkans.
Fakten:
Hauptstadt: De jure Sarajevo, de facto Banja Luka (Sitz der Regierung)
Fläche: 24.800 km² (etwa 49 % von Bosnien und Herzegowina)
Bevölkerung: ca. 1,2 Millionen (mehrheitlich ethnische Serben)
Amtssprachen: Serbisch, aber auch Bosnisch und Kroatisch sind offiziell erlaubt
Regierung: Präsidialsystem innerhalb der Entität; eigene Polizei, Bildungssystem und Verwaltung
Historischer Hintergrund:
Entstehung: Die Republik Srpska wurde 1992 von bosnischen Serben während des Bosnienkriegs als „Serbische Republik Bosnien und Herzegowina“ ausgerufen, um sich von der Unabhängigkeit Bosniens abzuspalten.
Bosnienkrieg (1992–1995): Die Gründung war eng verbunden mit der ethnischen Säuberung gegen Bosniaken und Kroaten, etwa im Massaker von Srebrenica 1995.
Friedensabkommen: Der Dayton-Vertrag von 1995 erkannte die Republik Srpska als eine der zwei Entitäten Bosniens an, wobei das Gesamtland formal souverän und unteilbar blieb.
Politische Lage:
Die Republik Srpska hat eigene Institutionen, ist jedoch Teil des Gesamtstaats Bosnien und Herzegowina.
Ihr derzeitiger Präsident ist (Stand: 2025) Milorad Dodik, ein serbisch-nationalistischer Politiker, der wiederholt Sezessions-Drohungen ausgesprochen hat.
Dodik betont die Eigenständigkeit der Entität und stellt die Legitimität der bosnischen Gesamtinstitutionen infrage.
Die politische Rhetorik zielt häufig auf eine engere Anbindung an Serbien und eine Abkehr vom multiethnischen Bosnien.
Internationale Bewertung:
Hochkommissar für Bosnien und Herzegowina (OHR) und internationale Beobachter warnen regelmäßig vor Destabilisierung durch nationalistische Politik der RS-Führung.
Die Republik Srpska steht oft in Konflikt mit Urteilen internationaler Gerichte (z. B. zur Leugnung des Völkermords in Srebrenica).
Es gibt Bedenken über Einflussnahme durch Russland sowie eine Blockadehaltung gegenüber EU-Integrationsprozessen.
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