Bereits im Dezember 2023 hatte das Wiener Landesgericht den Paten des serbisch-montenegrinischen Drogenkartells schuldig gesprochen. Der Oberste Gerichtshof bestätigte das Urteil, nun wies auch das Oberlandesgericht die Berufung endgültig ab.
Doch der Pate schweigt nicht – im Gegenteil: Nur einen Monat nach dem finalen Schuldspruch sorgt der 43-Jährige erneut für Schlagzeilen. Über seinen Anwalt ließ er verlautbaren, dass er seit dem 7. April in den Hungerstreik getreten sei – aus Protest gegen angeblich menschenunwürdige Haftbedingungen in der Justizanstalt Stein.
„Ich sehe meine Frau und Kinder seit vier Jahren nicht!“
In einem dramatischen Brief, den mehrere serbische Medien veröffentlichten, beklagt „Dexter“ die Zustände hinter Gittern: „Ich wurde 2021 in Wien verhaftet – nur weil ich ein Kryptohandy hatte! Und dafür 25 Jahre?!“, klagt der Mafioso, der in Serbien bereits wegen Mordes verurteilt wurde.
Psychiatrie-Insassen, kein Fenster, kaum Duschen
Seit sieben Monaten sitze er in einer fensterlosen Zelle – gemeinsam mit psychisch auffälligen Insassen. Nur eine Stunde Hofgang pro Tag, duschen dürfe er zweimal pro Woche. Auch ein Anruf bei seinem Anwalt sei ihm verweigert worden.
„Niemand hat mich in vier Jahren besucht“, schreibt der Pate. Jetzt ruft er Menschenrechtsorganisationen und das Justizministerium auf, ihn zu besuchen – um sich selbst ein Bild zu machen.
Österreichs Justiz schweigt bislang zu den Vorwürfen.
Doch fest steht: Der „Boss der Bosse“ bleibt hinter Gittern – ob mit oder ohne Appetit.
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