High Heels statt Diplomaten-Akten: Baerbock kontert Kritik an ihrem New-York-Style

High Heels statt Diplomaten-Akten: Baerbock kontert Kritik an ihrem New-York-Style

Die UN-Präsidentin und Ex-Außenministerin lässt sich nicht beirren: Annalena Baerbock verteidigt ihre glamourösen Social-Media-Auftritte aus dem Big Apple und erklärt, warum sie lieber auf „Carrie Bradshaw“ als auf graue Maus macht.

Von New Yorks Straßen direkt in die Schlagzeilen: Annalena Baerbock sorgt derzeit weniger mit Resolutionen als mit ihrer Social-Media-Präsenz für Gesprächsstoff. Videos, in denen sie im schicken Abendkleid durch den Central Park flaniert oder lässig in New York posiert, riefen zuletzt Spötter auf den Plan. Ist das noch UN-Präsidium oder schon Influencer-Marketing? Die Grünen-Politikerin hat darauf nun eine klare Antwort parat.

„Ich bin definitiv Generation Sex and the City“

Die Kritik an der Inszenierung – High Heels, Yellow Cabs und der Vibe der Kult-Serie – lässt Baerbock kalt. Im Gespräch mit der Funke Mediengruppe, wie Exxpress berichtet, geht sie in die Offensive. „Ich bin definitiv Generation ‚Sex and the City‘“, stellt sie selbstbewusst klar. Für sie sind die Clips kein Egotrip, sondern strategische Kommunikation.

Baerbock argumentiert, dass sie mit diesen modernen Formaten gezielt jüngere Menschen erreichen will. Die kurzen, stylischen Videos dienten als „Türöffner“, um Interesse an der oft trockenen internationalen Zusammenarbeit zu wecken. Die Botschaft der UN – „Better together“ – brauche eben Aufmerksamkeit, um gehört zu werden.

Nur ein kleiner Teil der Show

Dabei rückt die Politikerin die Verhältnisse gerade: Wie sie gegenüber der Funke Mediengruppe betont, seien lediglich zwei von über 50 veröffentlichten Videos in diesem glamourösen Serien-Stil gehalten. Der Rest zeige durchaus den harten politischen Alltag, etwa ihre Reden vor der Vollversammlung. Das Problem dabei? Diese ernsten Inhalte „werden nicht Millionen Mal geklickt wie die humorvolleren Videos“, so Baerbock. Dass über die Clips diskutiert wird, sieht sie gelassen – das sei schließlich „Sinn und Zweck von politischer Kommunikation“.

Weihnachten in der Schwebe

Neben der Style-Debatte gab Baerbock auch seltene Einblicke in ihr Privatleben. Nach der Trennung von Daniel Holefleisch vor rund einem Jahr sei es ruhiger geworden, sie genieße die Zeit mit ihren beiden Töchtern. Doch ob das Weihnachtsfest dieses Jahr besinnlich wird, steht noch in den Sternen.

Wegen laufender UN-Haushaltsverhandlungen droht ein Fest in New York statt im Heimatdorf. „Ich hoffe sehr, dass meine Töchter nicht ohne mich fliegen“, gesteht sie. Denn eigentlich sind ihr Traditionen heilig: Weihnachten mit der „trubeligen Großfamilie“ und echten Kerzen am Baum wäre ihr deutlich lieber als ein einsames Dinner in Manhattan – selbst wenn das sehr nach „Sex and the City“ klingen würde.

Quellen: Exxpress, Funke Mediengruppe
Credits: APA

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