Es ist eine Reaktion, die die Welt in Atem hält: Die Terror-Organisation Hamas hat auf den umstrittenen Friedensplan von US-Präsident Donald Trump (79) geantwortet – und das mit einer Mischung aus Zustimmung und Forderungen, die den Deal ins Wanken bringen könnten.
Hamas: Geiseln ja, aber nur unter Bedingungen
In einem offiziellen Statement erklärte sich die Hamas bereit, alle israelischen Geiseln freizulassen – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Wie die „Bild“ berichtet, fordert die Organisation weitere Verhandlungen, um die Details des Deals zu klären. Doch genau das könnte zum Stolperstein werden: Israel hat bereits klargestellt, dass es keine Nachverhandlungen akzeptieren wird. Der Plan müsse entweder bedingungslos angenommen oder abgelehnt werden.
„Unrealistisch“: Hamas zweifelt an Trumps Zeitplan
Hamas-Funktionär Mousa Abu Marzouk (74) äußerte sich gegenüber dem arabischen Sender „Al Jazeera“ skeptisch. Die Übergabe der Geiseln innerhalb der von Trump geforderten 72 Stunden sei unter den aktuellen Umständen „unrealistisch“. Eine klare Abweichung vom Plan des US-Präsidenten, der die Hamas mit einem Ultimatum unter Druck gesetzt hatte.
Trump hatte der Hamas bis Sonntag, 24 Uhr, Zeit gegeben, dem Friedensplan zuzustimmen. Andernfalls drohte er mit drastischen Konsequenzen: „Wenn die Vereinbarung nicht zustande kommt, wird die Hölle gegen die Hamas ausbrechen, wie es sie noch nie gegeben hat“, schrieb Trump auf seiner Plattform „Truth Social“.
Ein „Ja, aber“: Experten sehen Sprengstoff
Nahost-Experte Michael Horowitz bezeichnete die Antwort der Hamas als ein „Ja, aber“. In einer ersten Einschätzung auf X (ehemals Twitter) erklärte er, dass diese Reaktion gerade genug sein könnte, um Trump zu besänftigen – oder den Deal endgültig scheitern zu lassen.
Besonders brisant: Die Hamas ging in ihrer Antwort nicht auf die von den USA geforderte Entwaffnung ein. Stattdessen deutete Marzouk an, dass auch darüber noch verhandelt werden müsse. Gleichzeitig erklärte sich die Organisation bereit, die Verwaltung des Gazastreifens einem „unabhängigen palästinensischen Gremium“ zu übergeben – allerdings nur unter der Bedingung, dass dieses von der arabischen und islamischen Welt unterstützt wird.
Trump erhöht den Druck
Während die Hamas auf Verhandlungen setzt, verschärft Trump den Ton. In seinem Post warnte er die verbliebenen Hamas-Mitglieder: „Wir wissen, wo und wer ihr seid. Und ihr werdet gejagt und getötet werden.“ Zugleich forderte er die Zivilbevölkerung in Gaza auf, die Hochburgen der Hamas zu verlassen und sich in sicherere Gebiete zu begeben.
Ein Deal auf Messers Schneide
Die Antwort der Hamas zeigt, wie fragil die Situation ist. Während Trump auf eine schnelle Lösung drängt, setzt die Hamas auf Verhandlungen – ein Spiel mit hohem Einsatz, das die Zukunft des Gazastreifens und den Frieden in der Region entscheidend beeinflussen könnte.
Credits: APA
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