HAK Lustenau: Schule verbreitet Videos mit antisemitischen Inhalten und Geschlechtertrennung

HAK Lustenau: Schule verbreitet Videos mit antisemitischen Inhalten und Geschlechtertrennung

Eine Vorarlberger Handelsschule hat auf ihrem offiziellen Instagram-Account ein Video zum islamischen Fastenbrechen geteilt – und damit unbeabsichtigt auf einen Schülerkanal aufmerksam gemacht, der weit mehr zeigt als ein geselliges Beisammensein.

Offizieller Schulaccount teilt problematischen Kanal

Wie exxpress.at in einer zweiteiligen Recherche berichtet, teilte der offizielle Instagram-Account der HAK/HAS Lustenau einen Clip des Schülerkanals „Ha(k)babam“ – ein Wortspiel aus dem Schulkürzel „HAK“ und der türkischen Kultserie „Hababam Sınıfı“. Was nach außen als offene, herzliche Einladung zum gemeinsamen Fastenbrechen beworben wurde, liefert bei näherer Betrachtung des zugehörigen Kanals ein deutlich anderes Bild.

Geschlechtergetrennte Gebete in öffentlichen Schulbereichen

Sowohl im aktuellen Video des Jahres 2026 als auch in Aufnahmen aus dem Vorjahr ist zu sehen, wie beim gemeinsamen Gebet im Rahmen des Fastenbrechens nach Geschlechtern getrennt wird: Burschen beten vorne, Mädchen dahinter – teils stark verschleiert. Die Gebete finden laut exxpress.at nicht in privaten Räumen, sondern in öffentlich zugänglichen Bereichen der Schule statt, darunter der Schulgang.

Israel-Boykott und inszenierte Gewalt gegen Mädchen

Der Kanal zeigt laut exxpress.at aber noch weitere besorgniserregende Inhalte. Zu sehen ist, wie Schüler im öffentlichen Raum Sticker mit der Aufschrift „Boykott Israeli Apartheid“ anbringen und diese Aktion mit dem Einblender „mission completed“ inszenieren. Die Parole entstammt der BDS-Kampagne, die der österreichische Nationalrat 2020 einstimmig und fraktionsübergreifend als antisemitisch verurteilt hatte.

Zusätzlich finden sich auf dem Kanal Szenen, in denen Schülerinnen Ziel inszenierter Gewalt sind – einmal richtet ein Schüler eine Pistolenimitation auf eine Mitschülerin, in einer anderen Szene wird einem Mädchen eine Wasserflasche ins Gesicht geschlagen, weil es während der Fastenzeit trinken will. Die Szenen mögen als Humor gemeint sein, zeigen aber ein auffälliges Muster: Die dargestellte Gewalt richtet sich ausschließlich gegen Mädchen.

Schulleitung bisher ohne Stellungnahme

Wie exxpress.at berichtet, wurde eine Anfrage an die Schulleitung übermittelt. Eine Stellungnahme lag bis Redaktionsschluss nicht vor. Offen bleibt damit, ob der Kontext des Kanals vor der Weiterverbreitung durch den offiziellen Schulaccount geprüft wurde – und wie die Schule die Nutzung öffentlicher Schulbereiche für Gruppengebete mit klarer Geschlechtertrennung bewertet.


Quellen:

  • exxpress.at: Geschlechtertrennung beim islamischen Fastenbrechen an Schule – Video verstört (21.03.2026)
  • exxpress.at: Islamismus-Eklat – HAK teilt Ramadan-Clip von Kanal mit antisemitischen Inhalten (21.03.2026)

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