Der Traum von den eigenen vier Wänden ist für viele Österreicher so lebendig wie nie zuvor, doch er wird immer teurer. Nach einer Phase der Stagnation zieht der Immobilienmarkt wieder kräftig an. Wie die Online-Plattform ImmoScout24 berichtet, ist die Nachfrage nach Einfamilienhäusern im vergangenen Jahr um beachtliche acht Prozent gestiegen. Gleichzeitig kletterten die Preise auf ein neues Rekordniveau. Diese Entwicklung deutet auf eine klare Trendwende hin, nachdem der Markt in den Jahren 2023 und 2024 eine Schwächephase durchlaufen hatte.
Der Westen ist ein teures Pflaster
Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen will, muss tief in die Tasche greifen – vor allem in den westlichen Bundesländern. Laut der Datenanalyse von ImmoScout24, für die über 78.500 Datensätze ausgewertet wurden, ist Tirol der unangefochtene Spitzenreiter. Hier stiegen die Preise um neun Prozent auf durchschnittlich 7.780 Euro pro Quadratmeter. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern bedeutet das einen Kaufpreis von rund 1.167.000 Euro. Trotz dieser enormen Summen ist die Nachfrage ungebrochen und legte um 14 Prozent zu.
Auch in Salzburg und Wien müssen Käufer mit hohen Kosten rechnen. In Salzburg kletterte der Quadratmeterpreis um sechs Prozent auf 6.150 Euro, während in Wien ein moderater Anstieg von zwei Prozent auf 6.570 Euro verzeichnet wurde.
Wo der Traum vom Haus noch leistbar ist
Es gibt aber auch Regionen, in denen der Hauskauf noch erschwinglicher ist. Im Burgenland kostet ein 150-Quadratmeter-Haus im Schnitt 375.000 Euro, was einem Quadratmeterpreis von 2.500 Euro entspricht. Trotz eines leichten Nachfragerückgangs von vier Prozent bleibt es das günstigste Bundesland für Eigenheime.
Auch in Niederösterreich (3.690 Euro/m²) und Oberösterreich (3.560 Euro/m²) sind die Preise im Vergleich zu den westlichen Bundesländern moderat. Die Steiermark ist das einzige Bundesland, in dem die Preise sogar leicht gesunken sind. Hier wurde der Quadratmeter um durchschnittlich 3.090 Euro angeboten, zwei Prozent weniger als im Vorjahr, was die Nachfrage um sieben Prozent ankurbelte.
Experten erwarten weiter steigende Preise
Die Zeit sinkender Immobilienpreise scheint endgültig vorbei zu sein. Experten von Raiffeisen Research bestätigen diesen Trend und prognostizieren für heuer einen weiteren Anstieg. „Die Zeit sinkender Immobilienpreise in Österreich ist vorbei“, stellt Matthias Reith, Ökonom bei Raiffeisen Research, fest. Faktoren wie gestiegene Einkommen, eine wachsende Bevölkerung und weniger Neubauten treiben die Preise weiter in die Höhe. Besonders in Wien, wo der Wohnraum immer knapper wird, rechnen die Experten mit einem überdurchschnittlichen Preisanstieg. Der Traum vom Eigenheim bleibt also ein kostspieliges Unterfangen.
Quelle: exxpress.at, ImmoScout24, Raiffeisen Research, kleinezeitung.at, diepresse.com, immofokus.at
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