Am Sonntagmorgen war der Hafen von Barcelona Schauplatz eines bewegenden Moments: Tausende Unterstützer schwenkten palästinensische Flaggen und riefen „Free Palestine“, als die „Global Sumud Flotilla“ in See stach. Mit an Bord: Greta Thunberg, die sich mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „We Are All Palestine“ klar positionierte. „Dies ist eine Mission, um ein System herauszufordern, das internationalem Recht nicht gerecht wird“, erklärte Thunberg vor der Abfahrt laut Reuters.
Symbol der Solidarität oder Provokation?
Die Flottille, bestehend aus rund 20 Booten, hat ein klares Ziel: die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen und dringend benötigte Hilfsgüter wie Nahrung, Wasser und Medikamente zu liefern. Doch die Mission ist nicht unumstritten. Israel bezeichnete die Aktion als „Propaganda-Stunt“ und warnte, dass die Schiffe abgefangen werden könnten. Laut Sky News erklärte die israelische Regierung, die Blockade sei notwendig, um Waffenschmuggel an die Hamas zu verhindern.
Prominente Unterstützung und harsche Kritik
Neben Thunberg sind auch andere prominente Persönlichkeiten wie der britische Schauspieler Liam Cunningham („Game of Thrones“) und die ehemalige Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, an Bord. Die Aktivisten werfen der internationalen Gemeinschaft vor, angesichts der humanitären Katastrophe in Gaza zu schweigen. „Die Welt hat euch nicht vergessen“, rief Thunberg den Menschen in Gaza zu, wie CBS News berichtete.
Doch die israelische Regierung reagiert scharf. Laut New York Post plant der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir, die Aktivisten in „terroristischen Haftbedingungen“ festzuhalten, sollten sie in israelische Gewässer eindringen.
Ein gefährliches Unterfangen
Die Mission ist nicht Thunbergs erster Versuch, die Blockade zu durchbrechen. Bereits im Juni wurde sie von der israelischen Marine abgefangen und nach Frankreich deportiert. „Es ist nicht antisemitisch, gegen Bombardierungen und Besatzung zu sein“, betonte Thunberg laut BBC News und wies Vorwürfe zurück, ihre Aktionen seien einseitig.
Humanitäre Krise in Gaza
Die Lage im Gazastreifen ist katastrophal. Laut Reuters leiden Teile der Region unter Hungersnot, und die Zahl der Todesopfer durch den anhaltenden Konflikt ist auf über 63.000 gestiegen. Die Aktivisten hoffen, mit ihrer Mission nicht nur Hilfsgüter zu liefern, sondern auch ein Zeichen der Solidarität zu setzen.
Credits: APA
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