Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg (22) wurde von der israelischen Marine festgenommen, nachdem sie mit einer sogenannten Gaza-Flotte versucht hatte, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Während Thunberg Vorwürfe über die Haftbedingungen erhebt, weist die israelische Regierung diese entschieden zurück. Dies berichteten unter anderem die BILD und der britische Guardian.
Hintergrund: Die Gaza-Flotte und die Blockade
Am Donnerstag stoppte die israelische Marine eine Flotte von Aktivisten, die nach eigenen Angaben Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen wollten. Die israelische Regierung rechtfertigt die Blockade mit der Notwendigkeit, Waffenschmuggel an die Hamas zu verhindern. Laut der BILD befanden sich über 400 Personen an Bord, darunter auch Greta Thunberg. Viele der Aktivisten wurden nach ihrer Festnahme in die Türkei ausgeflogen, während Thunberg in Israel verblieb.
Vorwürfe über Haftbedingungen
Laut dem britischen Guardian, der sich auf eine E-Mail des schwedischen Außenministeriums beruft, beklagt Thunberg unzureichende Haftbedingungen. Sie habe zu wenig Nahrung und Wasser erhalten, sei in einer Zelle mit Bettwanzen untergebracht gewesen und habe lange auf harten Flächen sitzen müssen. Ein türkischer Aktivist, der ebenfalls an der Flotte teilnahm, behauptete zudem, Thunberg sei gezwungen worden, die israelische Flagge zu küssen und sei geschlagen worden.
Reaktion der israelischen Regierung
Die israelische Regierung weist die Vorwürfe entschieden zurück. Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte laut dem Guardian: „Die Behauptungen in dem Artikel sind völlige Lügen.“ Alle inhaftierten Aktivisten hätten Zugang zu Nahrung, Wasser und sanitären Einrichtungen gehabt. Auch Rechtsbeistand und medizinische Versorgung seien gewährleistet worden. Nach Informationen der BILD vermutet Israel, dass die Vorwürfe Teil einer gezielten Propaganda-Kampagne seien.
Gretas Entscheidung, in Israel zu bleiben
Nach Angaben der BILD soll Thunberg darauf bestehen, ihre gesamte Haftzeit von 96 Stunden in Israel abzusitzen, bevor sie abgeschoben wird. Zudem habe sie sich geweigert, ein israelisches Flugzeug zu besteigen, obwohl ihr dies mehrfach angeboten wurde.
Credits: APA
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