Goldpreis im freien Fall: Die Fed macht das Edelmetall zum Verlierer

Goldpreis im freien Fall: Die Fed macht das Edelmetall zum Verlierer

Vom Allzeithoch bei über 5.500 Dollar auf unter 4.300 Dollar in wenigen Wochen – Gold liefert eine der spektakulärsten Korrekturen der jüngeren Geschichte.

Der Bruch der 5.000-Dollar-Marke

Am 18. März 2026 fiel der Goldpreis unter die psychologisch entscheidende Marke von 5.000 US-Dollar pro Unze – und der Abverkauf hörte damit nicht auf. Wie ad-hoc-news.de auf Basis von Marktdaten berichtet, notierte Spot-Gold am 21. März bei rund 4.492 Dollar, was einem Wochenverlust von 10,4 Prozent entspricht – dem stärksten wöchentlichen Einbruch seit Monaten. Am 23. März setzte sich der Rückgang fort: Wie ad-hoc-news.de weiter berichtet, rutschte der Preis auf unter 4.300 Dollar und damit rund 15 Prozent unter das März-Hoch von über 5.100 Dollar. Zuvor hatte Gold noch im Jänner ein Allzeithoch von 5.598 Dollar markiert, wie die Tradingseite kagels-trading.de dokumentiert.

Fed-Entscheidung als Auslöser

Der zentrale Auslöser ist klar: die US-Notenbank. Wie newstime.joyn.de unter Verweis auf die Wirtschaftswoche berichtet, hielt die Federal Reserve am 18. März die Zinsspanne bei 3,50 bis 3,75 Prozent stabil. Entscheidender als die unveränderten Zinsen war jedoch der sogenannte Dot-Plot: Die Fed-Gouverneure hoben ihre Prognose für das Zinsniveau Ende 2026 auf 3,4 Prozent an. Wie ad-hoc-news.de erläutert, hatten Märkte zuvor drei oder mehr Zinssenkungen für 2026 eingepreist – nun rechnen sie nur noch mit zwei. Fed-Chef Jerome Powell machte laut newstime.joyn.de klar, dass die Inflationsbekämpfung Vorrang hat, auch weil die steigenden Energiepreise infolge des Irankriegs eine neuerliche Teuerungswelle befeuern könnten.

Gold wirft keine laufenden Zinserträge ab. In einem Umfeld, in dem zehnjährige US-Staatsanleihen laut ad-hoc-news.de mit 4,25 Prozent rentieren, verliert das Edelmetall schlicht an Attraktivität gegenüber verzinslichen Alternativen.

Starker Dollar verstärkt den Druck

Dazu kommt ein erstarkter US-Dollar. Wie exxpress berichtet, ist der DXY-Index zuletzt deutlich gestiegen – was Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums automatisch teurer macht und die Nachfrage dämpft. Laut ad-hoc-news.de kletterte der Dollar-Index infolge der restriktiven Fed-Signale über 106 Punkte. Hinzu kommt, dass der Dollar seit Beginn des Irankriegs Ende Februar ohnehin als Krisenwährung gefragt ist – auf Kosten des klassischen Krisenmetalls Gold.

Paradox: Geopolitik nützt Gold diesmal wenig

Was auffällt: Trotz des laufenden Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran blieb der erwartete „Safe Haven“-Effekt für Gold weitgehend aus. Wie exxpress festhält, dominieren geldpolitische Faktoren derzeit selbst klassische Krisenindikatoren – eine ungewöhnliche Konstellation, die zeigt, wie stark sich die Markttreiber verschoben haben.

Langfristig positiv – wenn die Fed dreht

Mittelfristig sehen Analysten das Bild dennoch anders. Wie ad-hoc-news.de auf Basis von Bankenprognosen berichtet, halten J.P. Morgan ein Kursziel von 6.300 Dollar für Ende 2026 für realistisch, die Deutsche Bank nennt 6.000 Dollar. Exxpress berichtet ebenfalls von einer JP-Morgan-Prognose von bis zu 6.300 Dollar bis Jahresende. Voraussetzung: Die Fed dreht irgendwann doch ab. Das nächste Fed-Meeting findet am 29. April statt – dann dürfte sich zeigen, ob der Druck auf das Edelmetall nachlässt.


Quellen:

  • exxpress.at: „Gold unter 5000 Dollar: Massiver Abverkauf zeichnet sich ab“ (23.03.2026)
  • ad-hoc-news.de: „Goldpreis rutscht unter 4500 Dollar: Fed-Dot-Plot treibt dramatischen Wochenverlust von 10,4 Prozent“ (21.03.2026)
  • ad-hoc-news.de: „Goldpreis crasht unter 4300 Dollar: Fed-Dot-Plot treibt 15-Prozent-Einbruch“ (23.03.2026)
  • ad-hoc-news.de: „Goldpreis bricht unter 5000-Dollar-Marke: Fed-Entscheidung setzt Spot-Gold unter Druck“ (18.03.2026)
  • newstime.joyn.de (Wirtschaftswoche): „Goldpreis sackt weiter ab: So sieht die aktuelle Prognose aus“ (März 2026)
  • kagels-trading.de: „Goldpreis Prognose 2026″ (aktuell)
  • XTB: „Gold Prognose: Fed-Entscheidung, Inflation und Ölpreis treiben Gold Preis“ (18.03.2026)

Credits: APA

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