Der Goldpreis steht vor einem weiteren Höhenflug: Die Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Prognose für den Jahresendpreis 2026 auf 5.400 US-Dollar pro Feinunze angehoben. Dies entspricht einer Steigerung von über 10 % gegenüber der vorherigen Schätzung von 4.900 US-Dollar. Die Gründe für diese optimistische Einschätzung sind vielfältig und basieren auf einer Kombination aus stabiler Nachfrage, geopolitischen Unsicherheiten und strategischen Käufen durch Zentralbanken.
Private Anleger als treibende Kraft
Laut Goldman Sachs hat sich das Verhalten privater Investoren grundlegend verändert. Statt Gold nur als kurzfristige Absicherung zu nutzen, wird es zunehmend als fester Bestandteil der Vermögensallokation betrachtet. Diese langfristige Perspektive sorgt für eine stabilere Nachfrage und stützt den Preis nachhaltig. Wie die Analysten Daan Struyven und Lina Thomas in einer aktuellen Analyse betonen, wird erwartet, dass diese Investoren ihre Positionen bis Ende 2026 halten.
Zentralbanken setzen auf Gold
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Rolle der Zentralbanken. Laut den Prognosen von Goldman Sachs könnten diese im Jahr 2026 durchschnittlich 60 Tonnen Gold pro Monat kaufen. Besonders Schwellenländer diversifizieren ihre Währungsreserven zunehmend in Richtung Gold. Polen etwa hat angekündigt, seine Goldbestände signifikant auszubauen, um wirtschaftliche Risiken besser abzufedern.
Historische Rallye setzt sich fort
Bereits 2025 war ein Rekordjahr für Gold: Der Preis stieg um beeindruckende 70 % und erreichte mehrere Höchststände. Mit einem aktuellen Wert von knapp 4.900 US-Dollar pro Feinunze nähert sich das Edelmetall seinem bisherigen Allzeithoch. Diese Entwicklung wird von Experten als Signal für eine neue Bewertungsphase interpretiert.
Quellen: exxpress.at, Reuters, Bloomberg
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