In Wiener Neustadt hat der Prozess gegen zwei mutmaßliche IS-Terroristen begonnen, die einen Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien geplant haben sollen. Der Hauptangeklagte, Beran A., legte ein Teilgeständnis ab und bekannte sich zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem geplanten Anschlag auf das Konzert im August 2024.
Die Anschlagspläne
Laut Anklage plante Beran A., gemeinsam mit weiteren IS-Mitgliedern, einen Bombenanschlag auf das ausverkaufte Konzert im Ernst-Happel-Stadion. Die Ermittler fanden in seiner Wohnung Materialien zum Bau einer Bombe, die in einer Getränkedose versteckt werden sollte. Wie die BBC berichtet, wurde der Anschlag durch einen Hinweis des US-Geheimdienstes CIA nur wenige Tage vor dem Konzert vereitelt. Die geplanten drei Konzerte, die insgesamt 195.000 Fans anziehen sollten, wurden daraufhin abgesagt.
Internationale Dimension des Falls
Neben dem geplanten Anschlag in Wien sollen Beran A. und sein Mitangeklagter Arda K. auch Anschläge in Istanbul, Dubai und Mekka geplant haben. Während Beran A. und Arda K. ihre Pläne nicht umsetzten, führte ein dritter Komplize, Hasan E., in Mekka einen Messerangriff durch, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. Hasan E. befindet sich derzeit in Saudi-Arabien in Haft und erwartet ein Strafverfahren.
Die Rolle der Verteidigung
Die Verteidigerin von Beran A., Anna Mair, betonte vor Gericht, dass ihr Mandant für seine Taten Verantwortung übernehmen werde. Sie wies jedoch darauf hin, dass es keine Beweise für eine direkte Unterstützung des Anschlags in Mekka gebe. Laut „The Times“ plädiert Mair darauf, dass Beran A. sich radikalisiert habe, jedoch nicht die treibende Kraft hinter den Anschlägen gewesen sei.
Konsequenzen und Reaktionen
Die Staatsanwaltschaft sieht die Beweislage als erdrückend. Beran A. habe sich mehrfach mit seinen Plänen gebrüstet und sei in engem Kontakt mit anderen IS-Mitgliedern gewesen. Laut CBS News drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Taylor Swift äußerte sich nach der Absage der Konzerte betroffen und dankbar gegenüber den Behörden: „Wir trauern um die Konzerte, nicht um Menschenleben.“
Quellen: exxpress.at, bbc.com, cbsnews.com, abc7.com, thetimes.com, profil.at
Credits: APA
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