Der ORF steht erneut im Kreuzfeuer der Kritik. Übergangsgeneraldirektorin Ingrid Thurnher sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, fast eine halbe Million Euro für externe Beratungsleistungen auszugeben. Die Summe sorgt nicht nur intern für Unruhe, sondern auch bei politischen Beobachtern.
Wofür fließt das Geld?
Laut einer Präsentation im ORF-Stiftungsrat entfallen die 449.000 Euro auf verschiedene Posten: 280.000 Euro für einen Transparenzbeirat, 100.000 Euro für externe Juristen, 43.000 Euro für die Meldestelle „Rosa Elephant“ und 26.000 Euro für Kommunikationsberater. Diese Ausgaben sollen laut ORF der Aufarbeitung von Compliance-Themen dienen.
Scharfe Worte von Westenthaler
FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler ließ kein gutes Haar an Thurnher. Gegenüber der „Krone“ bezeichnete er die Ausgaben als „denkbar schlechten Start“ und stellte die Frage, aus welchem Budget diese Summen gedeckt werden sollen. Er ging sogar so weit, Thurnher als „teuerste Generaldirektorin aller Zeiten“ zu bezeichnen.
ORF verteidigt sich
Der ORF weist die Vorwürfe entschieden zurück. In einer Aussendung betonte der Sender, dass es sich bei den 449.000 Euro um einen maximalen Kostenrahmen bis Ende Juni handle. Die Vergabe der Beratungsaufträge erfolge nach den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Zudem würden die Gesamtsummen jährlich im Transparenzbericht veröffentlicht.
Kritik an Personalpolitik
Für zusätzlichen Wirbel sorgt die Besetzung des Büros der neuen ORF-Chefin. Laut internen Berichten arbeiten dort mittlerweile neun Mitarbeiter – ein Umstand, der ebenfalls Fragen aufwirft.
Quellen: exxpress.at, Krone
Credits: APA
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