Deutschland rüstet sich gegen die Bedrohung aus der Luft. Mit einem streng geheimen Plan will die Bundesregierung Drohnen notfalls vom Himmel holen. Doch was steckt hinter der „Geheim-Operation Luftsicherheit“?
Drohnen-Alarm in Europa
Die jüngsten Vorfälle in Dänemark und Norwegen haben die Alarmglocken schrillen lassen. Drohnen legten Flughäfen lahm, sorgten für Chaos und schürten Ängste vor Spionage und Sabotage. Laut der „Frankfurter Rundschau“ werden diese Vorfälle als „hybride Angriffe“ gewertet, bei denen Russland im Verdacht steht, die Finger im Spiel zu haben.
Auch in Deutschland wurden Drohnen über Schleswig-Holstein gesichtet. Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) betonte, dass jeder Verdacht auf Spionage und Sabotage ernst genommen werde.
Der Plan: Abschuss bei akuter Gefahr
Wie die „Tagesschau“ berichtet, plant Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) klare Regelungen für den Drohnen-Abschuss. Die Bundeswehr soll künftig unbemannte Flugobjekte abschießen dürfen, wenn eine akute Gefahr für Menschenleben oder kritische Infrastrukturen besteht. Die Entscheidungsgewalt soll in solchen Fällen beim Verteidigungsministerium liegen.
Doch der Abschuss ist nicht ohne Risiko: Herabfallende Trümmerteile oder explosive Ladungen könnten zusätzlichen Schaden anrichten. Laut der Expertin Verena Jackson von der Universität der Bundeswehr in München müsse der Einsatz verhältnismäßig sein.
Hightech gegen die Bedrohung
Neben dem Abschuss setzt Deutschland auf modernste Technik. Störsender und Systeme zur Übernahme der Drohnensteuerung sollen helfen, die Flugobjekte unschädlich zu machen. Auch ein „Drohnenwall“ an der Ostflanke der EU ist in Planung, wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet.
Politische Hürden
Ein Gesetz zur Verschärfung des Luftsicherheitsgesetzes liegt seit Januar auf Eis. Wegen der vorgezogenen Neuwahlen wurde es bisher nicht beschlossen. Die amtierende Regierung müsste einen neuen Anlauf starten, um die rechtlichen Grundlagen für die Drohnenabwehr zu schaffen.
Credits: APA
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