Gehaltserhöhung für Beschäftigte in der Sozialwirtschaft: Das ändert sich ab April

Gehaltserhöhung für Beschäftigte in der Sozialwirtschaft: Das ändert sich ab April

Nach intensiven Verhandlungen gibt es gute Nachrichten für rund 130.000 Beschäftigte im gemeinnützigen karitativen Bereich in Österreich. Ab dem 1. April 2026 steigen die Gehälter um 2,6 Prozent. Diese Einigung wurde nach fünf Verhandlungsrunden zwischen den Gewerkschaften GPA und vida sowie der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) erzielt.

Einigung nach Streikandrohung

Die Verhandlungen waren von Anfang an von Spannungen geprägt. Die Gewerkschaften forderten ursprünglich eine Gehaltserhöhung von vier Prozent, während die Arbeitgeberseite auf die angespannte budgetäre Lage verwies. Nach zwei Streikrunden und 17 Stunden intensiver Gespräche konnte schließlich ein Kompromiss gefunden werden. Laut der GPA-Verhandlerin Eva Scherz handelt es sich um einen „harten, aber realistischen Kompromiss“.

Rahmenrechtliche Verbesserungen

Neben der Gehaltserhöhung wurden auch arbeitsrechtliche Verbesserungen beschlossen. So erhalten Eltern von Kindern mit Behinderung eine zusätzliche Woche Pflegefreistellung. Zudem werden Zeiten des Präsenz- und Zivildienstes künftig als Vordienstzeiten anerkannt. Lehrlinge profitieren von fünf Tagen bezahlter Freistellung im Rahmen der „Lehre mit Matura“.

Gehaltsanpassungen bis 2027

Die Einigung umfasst auch eine inflationsabhängige Gehaltserhöhung ab Januar 2027. Diese beträgt mindestens 2,3 Prozent, abhängig von der Inflationsrate. Zusätzlich wurde der Pflegezuschuss in Höhe von 135,50 Euro brutto pro Monat für zwei Jahre verlängert.

Arbeitgeber und Gewerkschaften zufrieden

Alexander Bodmann, Caritas-Vizepräsident und Arbeitgeber-Vertreter, betonte, dass der Abschluss die Leistungen der Mitarbeitenden anerkenne und gleichzeitig den budgetären Rahmenbedingungen Rechnung trage. Auch die Gewerkschaften zeigten sich zufrieden, da insbesondere langjährige Beschäftigte durch eine neue Gehaltsstufe ab 2027 profitieren.

Quellen: oe24.at, ORF, behindertenarbeit.at

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