Gaspreise in Österreich: Steigende Kosten und was Verbraucher jetzt wissen müssen

Gaspreise in Österreich: Steigende Kosten und was Verbraucher jetzt wissen müssen

In Österreich zeichnet sich für das kommende Jahr eine deutliche Verteuerung der Gaspreise ab, warnt ein Bericht von oe24. Viele Haushalte müssen sich darauf einstellen, dass sich ihre Gasrechnung deutlich erhöhen wird – trotz teils schwankender Marktpreise. Ein genauer Blick auf die Ursachen und Prognosen zeigt, warum die Kosten weiterhin unter Druck stehen.

Erhöhung der Netzentgelte treibt Preise nach oben

Die größten Kostensteigerungen sind bei den Netzentgelten zu erwarten. Nach aktuellen Angaben von Energieexperten steigen die Gasnetzkosten 2026 bundesweit im Durchschnitt um rund 18 Prozent, mit regionalen Spitzenwerten bis zu 35 Prozent, wie in Kärnten. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von etwa 15.000 Kilowattstunden bedeutet das eine Mehrbelastung von circa 60 Euro jährlich beziehungsweise rund fünf Euro monatlich (Durchblicker.at).

Diese Netzentgelte sind Gebühren, die für Transport und Verteilung des Gases anfallen. Ein Grund für den Anstieg liegt in den aktuell veränderten Bezugsquellen und den damit verbundenen infrastrukturellen Herausforderungen. So wird Österreich ab 2025 voraussichtlich kein russisches Gas mehr importieren, was einerseits Versorgungsunabhängigkeit schafft, andererseits jedoch Lieferketten und Kosten beeinträchtigen kann (Wiener Zeitung).

Aktuelle Preisentwicklung am Gasmarkt und weitere Einflussfaktoren

Interessanterweise zeigen Daten der Österreichischen Energieagentur für November 2025 einen geringfügigen Rückgang des Gaspreisindex im Vergleich zum Vormonat (-1,3 Prozent) und sogar einen Rückgang um 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies deutet darauf hin, dass die reinen Gasbeschaffungskosten kurzfristig nicht dramatisch steigen (Energyagency.at).

Dennoch bleibt der CO2-Preis ein wesentlicher Kostentreiber. Ab 2025 liegt der CO2-Preis bei 55 Euro pro Tonne, was die Endkundenpreise weiter nach oben treibt, da fossile Brennstoffe Zusatzkosten für ihre CO2-Emissionen zahlen müssen (Verivox.de).

Was bedeutet das für Verbraucher?

Trotz einiger Entspannung bei den reinen Gasmarktpreisen führt die Kombination aus höheren Netzentgelten und CO2-Kosten dazu, dass Verbraucher mit deutlich höheren Gesamtkosten rechnen müssen. Die Gefahr von Nachforderungen bei den Jahresabrechnungen ist deshalb gegeben.

Verbraucher können dem entgegenwirken, indem sie regelmäßig ihre Gaspreise vergleichen und gegebenenfalls zu günstigeren Anbietern wechseln. Plattformen wie Durchblicker.at bieten entsprechende Hilfestellungen und zeigen Einsparpotenziale von bis zu 1.300 Euro jährlich auf. Zusätzlich bleibt das Energiesparen der wichtigste Hebel, um Kosten zu reduzieren.

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