Ein neuer Bericht enthüllt Unglaubliches: Während die Politik den Gürtel enger schnallen muss, lassen es die Bosse der staatsnahen Betriebe ordentlich krachen. 68 Manager verdienen besser als der Kanzler – und manche kassieren Millionen!
Es ist eine Zahl, die sprachlos macht und für rote Köpfe sorgen dürfte: Gleich 68 Manager in staatsnahen Betrieben und Einrichtungen haben den Regierungschef gehaltsmäßig locker überholt. Das zeigt der brandneue Einkommensbericht des Rechnungshofes, der alle zwei Jahre vorgelegt wird und ordentlich Zündstoff birgt.
Während der Bundeskanzler zuletzt mit einem Jahresbezug von rund 333.758 Euro abgespeist wurde, lachen sich die Top-Manager der Republik ins Fäustchen. Für sie ist diese Summe oft nur ein netter Teilbetrag.
Millionen-Regen bei Post und Verbund
Die absoluten Spitzenreiter spielen in einer ganz eigenen Liga. Wie der Rechnungshof aufzeigt, sitzen die wahren Großverdiener bei der Post AG und beim Verbund.
Ganz oben auf dem Gagen-Thron: Die Post AG. Hier wiesen die Vorstandsbezüge laut Bericht im Durchschnitt stolze 2.191.200 Euro auf. Ein unfassbarer Betrag, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen teilweise der Republik gehört. Auch beim Stromriesen Verbund klingelt die Kasse gewaltig. Die Vorstände durften sich hier über durchschnittlich 1.256.900 Euro freuen.
Ein Blick in den Vergütungsbericht der Verbund AG bestätigt die Dimensionen: Allein der fixe Jahresgrundbezug wird 14-mal ausgezahlt, dazu kommen üppige Boni für kurzfristige und langfristige Ziele. Wer hier im Chefsessel sitzt, hat ausgesorgt.
ÖBB-Boss und Nationalbanker sahnen ab
Auch bei der klassischen Staatsbahn rollt der Rubel. Wie aus früheren Berichten hervorgeht, ist auch ÖBB-Chef Andreas Matthä kein Geringverdiener. Laut Governance-Bericht summierten sich seine Bezüge zuletzt auf rund 700.000 Euro – mehr als das Doppelte des Kanzler-Gehalts! Davon waren allein über eine halbe Million Euro fix garantiert.
Selbst in der Nationalbank (OeNB) wird nicht geknausert. Der Gouverneur darf sich über einen Jahresbezug von fast 380.000 Euro freuen. Da wirkt das Gehalt des Kanzlers fast schon bescheiden.
21 Prozent Gehalts-Plus in einem Jahr!
Besonders brisant: Während viele Österreicher unter der Teuerung ächzen, ging es für die Manager in der verstaatlichten Industrie steil bergauf. Die Einkommen stiegen laut Rechnungshofbericht um satte 21 Prozent. Vorstände verstaatlichter oder teilverstaatlichter Unternehmen verdienten 2024 im Schnitt 245.100 Euro.
Spannendes Detail am Rande: Wer glaubt, nur in der Industrie wird gut verdient, irrt. Die Branche mit den höchsten Durchschnittseinkommen auf dieser Ebene war laut Rechnungshof überraschenderweise die „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ mit 457.700 Euro, noch vor dem Bereich Verkehr.
Die Steuerzahler fragen sich nun zu Recht: Ist dieses Missverhältnis noch fair? Wenn derjenige, der die politische Verantwortung für das ganze Land trägt, von 68 Staats-Managern gehaltsmäßig abgehängt wird, läuft etwas gewaltig schief.
Quellen: oe24, Rechnungshofbericht, Verbund AG Vergütungsbericht, Governance-Berichte
Credits: APA
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