Gagen-Wahnsinn am Küniglberg: ORF-Durchschnittsgehalt kratzt an der 100.000-Euro-Marke

Gagen-Wahnsinn am Küniglberg: ORF-Durchschnittsgehalt kratzt an der 100.000-Euro-Marke

Während viele Österreicher den Gürtel enger schnallen müssen und jeden Euro zweimal umdrehen, scheint der ORF eine Insel der Seligen zu bleiben – zumindest finanziell. Ein neuer Bericht des Rechnungshofs sorgt jetzt für heftige Diskussionen: Die Gagen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind nicht nur üppig, sie heben fast schon in andere Sphären ab.

Die Chefs sahnen ab: Eine Viertelmillion im Schnitt

Der Rechnungshof hat in seinem aktuellen Einkommensbericht für die Jahre 2023 und 2024 penibel nachgerechnet, was in der Chefetage des Staatsfunks verdient wird. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Wie der Rechnungshof ermittelte, kommen die 14 ORF-Direktoren im Jahr 2024 auf eine durchschnittliche Jahresgage von satten 251.300 Euro.

Doch an der absoluten Spitze steht einer noch deutlich darüber. Wie oe24.at berichtet, geht ORF-Generaldirektor Roland Weißmann mit beeindruckenden 427.000 Euro brutto pro Jahr nach Hause. Damit spielt der ORF-Chef in einer eigenen Liga und gehört zu jenen Managern im staatsnahen Bereich, die gehaltstechnisch sogar den Bundeskanzler hinter sich lassen. Zum Vergleich: Spitzenpolitiker wie Christian Stocker kommen auf vergleichsweise „bescheidene“ 342.760 Euro Jahresgehalt.

Fast 100.000 Euro für den Durchschnitts-Mitarbeiter

Wer glaubt, dass nur die Teppich-Etage fürstlich entlohnt wird, der irrt gewaltig. Die Zahlen des Rechnungshofs zeigen, dass der ORF auch in der Breite ein echtes Gehalts-Paradies ist. Das Durchschnittseinkommen der 2.927 Vollzeit-Mitarbeiter wurde für 2024 mit unglaublichen 99.200 Euro brutto beziffert.

Das bedeutet: Im Schnitt verdient ein ORF-Mitarbeiter monatlich rund 7.140 Euro. Dieser Durchschnittswert gilt laut dem Bericht quer durch die Bank – von der Verwaltung bis zum prominenten Moderator. Auch wenn Robert Kratky, der laut oe24.at in der Vergangenheit bis zu 472.700 Euro kassierte, die Statistik sicher nach oben trieb, bleibt der Schnitt bemerkenswert hoch.

89 Prozent mehr als der Rest der Branche

Wie abgehoben diese Zahlen wirklich sind, zeigt der direkte Vergleich mit der „normalen“ Arbeitswelt in den Medien. Derselbe Rechnungshof berechnete für die allgemeine Medienbranche ein Durchschnittsgehalt von rund 55.000 Euro für das Jahr 2023.

Das bittere Fazit für alle Journalisten außerhalb des Küniglbergs: Der ORF zahlt um 89 Prozent besser als der Branchendurchschnitt. Und während anderswo gespart wird, stiegen die ORF-Gagen von 2023 auf 2024 sogar noch einmal kräftig um 7 Prozent an.

Ein kleines Trostpflaster für die Gebührenzahler gibt es laut oe24.at immerhin: Generaldirektor Weißmann hat verfügt, dass die Gehälter der absoluten Top-Verdiener heuer nicht weiter steigen sollen. Angesichts der genannten Summen dürfte das für die Betroffenen jedoch zu verschmerzen sein.

Credits: APA

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