Die SPÖ steckt tief in der Krise. Erst das enttäuschende Ergebnis bei der Nationalratswahl, danach scheiterte eine “Zuckerlkoalition” der vermeintlichen Kickl-Verhinderer an den Ideen von Obmann Andreas Babler. Dann brachte auch noch PR-Berater Rudi Fußi Unruhe in die Sozialdemokratie und wollte die Partei als Spitzenkandidat übernehmen.
Er scheiterte allerdings mit seinem Versuch, eine Neuwahl des roten Chefpostens zu erzwingen. Dafür hätte er die Unterstützungserklärungen von zehn Prozent der SPÖ-Mitglieder benötigt. Noch vor zwei Wochen hatte Fußi selbstbewusst behauptet, bereits 46.000 Unterschriften gesammelt zu haben – etwa ein Drittel der Parteimitglieder. Diese Zahl relativierte er nun drastisch: Von insgesamt 41.000 Unterschriften seien lediglich 10.000 tatsächlich von SPÖ-Mitgliedern gekommen. Ob zumindest diese Angaben den Tatsachen entsprechen, bleibt unklar und lässt sich nicht unabhängig verifizieren.
„Es geht nur um Macht“
In einer Pressekonferenz, die eher spärlich besucht war, kündigte Fußi vor einigen Tagen an, sich wieder aus der Politik zurückzuziehen und sich künftig seinem Unternehmen zu widmen. Am heutigen Mittwoch nimmt er nun auch auf X Abschied von seiner Politi-Karriere. Er schreibt: “Dieser kurze, dreimonatige Ausflug in die Politik hat mich unter anderem gelehrt, dass es nichts für mich ist”. Schließlich gehe es fast nie um Lösungen, sondern nur um Macht und Posten, so der rote Störenfried, der anmerkt, etwas “Biedermeier-Lust” zu verspüren.
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Dieser kurze, dreimonatige Ausflug in die Politik hat mich unter anderem gelehrt, dass es nichts für mich ist. Es geht fast nie um Lösungen, es geht nur um Macht und Posten. Aber eigentlich krankt es ja schon bei der Benennung der Probleme. Eh alles super. Bin echt froh, dass das…
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