Ein neues Gesetz soll den Sommer für alle Fußballfans retten. Wenn im Juni die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko anpfeift, drohte den heimischen Public-Viewing-Zonen bisher ein vorzeitiges Aus. Doch nun greift die Politik ein und will die Party für die Fans verlängern.
Die Uhr tickt für unsere Wirte
Das Problem ist simpel: Große Turniere dauern heute länger als früher. Die kommende WM erstreckt sich über mehr als fünf Wochen. Die aktuelle Gewerbeordnung erlaubt Public-Viewing-Veranstaltungen allerdings nur für maximal vier Wochen. Das bedeutet, dass vielen Gastronomen pünktlich zu den spannendsten Finalspielen sprichwörtlich der Stecker gezogen worden wäre. Um dieses Szenario abzuwenden, haben alle fünf Parlamentsparteien im Tourismusausschuss einen Antrag auf eine Gesetzesänderung eingebracht. Die zulässige Dauer für das gemeinsame Fußballschauen soll von vier auf sechs Wochen ausgedehnt werden.
Niederösterreich prescht voran
In einigen Bundesländern bereitet man sich bereits intensiv auf den Ansturm der Fans vor. In Niederösterreich wurde das Veranstaltungsgesetz bereits so angepasst, dass es den Wirten unter die Arme greift. Wie noe.ORF.at berichtet, dürfen Gastronomiebetriebe das Großereignis nun ohne gesonderte Genehmigung der Gemeinde auf ihren Bildschirmen zeigen. Diese Neuerung bringt einen massiven Abbau von Bürokratie. Die Wirte können sich nun voll und ganz auf ihre Gäste konzentrieren, anstatt mühsame Formulare auszufüllen, wie das Lokalportal meinbezirk.at ergänzend festhält.
Nachtschicht für die Zuschauer
Eine weitere Hürde stellt die extreme Zeitverschiebung nach Nordamerika dar. Viele Spiele finden mitten in der mitteleuropäischen Nacht statt. Auch hier sind dringend weitere Ausnahmen notwendig, um das gemeinschaftliche Mitfiebern in den Lokalen zu ermöglichen. Dass dies ein länderübergreifendes Thema ist, zeigt ein Blick nach Deutschland. Dort lockert die Bundesregierung laut einem Bericht von hogapage.de extra die Lärmschutzvorgaben, damit Spiele auch nach 22 Uhr in geselliger Runde im Freien verfolgt werden können. Österreichische Fans dürfen also darauf hoffen, dass auch bei uns die letzten rechtlichen Steine aus dem Weg geräumt werden, bevor der Ball im Sommer rollt.
Quellen: oe24.at, noe.ORF.at, meinbezirk.at, hogapage.de
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