Frau nach Vermisstenmeldung tot aufgefunden: Ermittler gehen von Fremdverschulden aus

Frau nach Vermisstenmeldung tot aufgefunden: Ermittler gehen von Fremdverschulden aus

In Vöcklabruck haben spielende Kinder am Ufer der Ager die Leiche einer Frau entdeckt. Die Umstände deuten auf ein Gewaltverbrechen hin, die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion angeordnet.

Der Fund am Flussufer

Beim Spielen am Flussufer machten Kinder am Dienstagnachmittag im Vöcklabrucker Ortsteil Dürnau eine erschreckende Entdeckung. Gegen 16 Uhr fanden sie unweit des Salzkammergut Klinikums eine leblose Frau an der Ager, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Bei der Verstorbenen soll es sich nach Informationen der „Krone“ um eine 53-jährige Frau aus Laakirchen handeln.

Mehrere Stichverletzungen

Die Frau wies mehrere Stichverletzungen auf, darunter auch eine Wunde im Rückenbereich. Die Ermittler gehen deshalb derzeit von Fremdverschulden aus. „Wir haben eine Obduktion angeordnet, um die Todesursache zu ermitteln“, erklärte Staatsanwalt Christoph Weber gegenüber der „Krone“. Mit einem Ergebnis wird frühestens im Laufe des Donnerstags gerechnet. Die Untersuchung soll zudem klären, wann die Frau ums Leben kam.

Zuvor als abgängig gemeldet

Vor ihrem Tod war die Frau nach dem Unterbringungsgesetz in der psychiatrischen Abteilung des Klinikums Vöcklabruck untergebracht. Seit dem 29. August, 15 Uhr, galt sie dort als abgängig, wie die „Krone“ weiter berichtet.

Großangelegte Suche nach der Tatwaffe

Am Mittwoch soll es an der Ager eine großangelegte Suche nach einer möglichen Tatwaffe gegeben haben. Unbestätigten Informationen zufolge sollen dabei auch Taucher der Feuerwehr im Einsatz gewesen sein. Die Suche blieb zunächst ohne Ergebnis.

Keine Angaben zu möglichen Verdächtigen

Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Zu möglichen Verdächtigen macht die Staatsanwaltschaft derzeit keine Angaben. Gerüchte, wonach bereits eine Person in den Fokus der Polizei gerückt sein soll, sind bislang nicht bestätigt.

Hinweis: Wer selbst von Gewalt betroffen ist oder sich in einer Krise befindet, kann sich rund um die Uhr kostenlos und vertraulich an die Frauenhelpline (0800 222 555), den Männernotruf (0800 246 247) oder Rat auf Draht (147) wenden. Autonome Frauenhäuser sind unter 01/544 08 20 erreichbar. Bei akuter Gefahr gilt der Polizei-Notruf 133.

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