FPÖ zieht wieder davon – Ampel rutscht immer tiefer

FPÖ zieht wieder davon – Ampel rutscht immer tiefer

Die Mehrwertsteuersenkung sollte der Befreiungsschlag sein. Doch in der neuesten Lazarsfeld-Umfrage zeigt sich: Die Ampel-Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS verliert weiter an Boden. Die FPÖ hingegen baut ihren Vorsprung aus und kratzt wieder an der 40-Prozent-Marke.

FPÖ bei 36 Prozent – klarer Spitzenreiter

Wie oe24.at berichtet, liegt die FPÖ in der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage (2.000 Befragte vom 12. bis 20. Januar 2026, maximale Schwankung 2,6 Prozent) unangefochten auf Platz eins. Nach einer kleinen Schwächephase legt die Partei von Herbert Kickl wieder zu und kommt nun auf 36 Prozent. Damit liegt sie 16 Prozentpunkte vor der ÖVP – ein komfortabler Vorsprung.

Die Umfrage wurde von der Paul Lazarsfeld-Gesellschaft durchgeführt, einem der renommiertesten Meinungsforschungsinstitute Österreichs. Die hohe Befragtenzahl von 2.000 Personen sorgt für eine relativ geringe Schwankungsbreite und macht die Ergebnisse aussagekräftig.

ÖVP fällt zurück auf 20 Prozent

Die Kanzlerpartei kann ihren kurzen Sprung auf 21 Prozent nicht halten. Laut der Umfrage fällt die ÖVP wieder auf 20 Prozent zurück – ein Minus von einem Prozentpunkt zur Vorwoche. Bundeskanzler Christian Stocker und seine Partei sind damit weiter in der Defensive. Der Abstand zur FPÖ bleibt enorm: 16 Prozentpunkte trennen die beiden Parteien.

SPÖ verharrt bei schwachen 18 Prozent

Besonders bitter für die SPÖ: Ausgerechnet Vizekanzler Andreas Babler hatte die Senkung der Mehrwertsteuer als zentrales Instrument gegen die Teuerung vorangetrieben. Wie oe24.at schreibt, hat es der SPÖ bisher wenig genutzt. Die Sozialdemokraten verharren bei 18 Prozent – was „fast ein Negativrekord“ sei.

Die einstigen Großparteien ÖVP und SPÖ kommen zusammen nur noch auf 38 Prozent. Das bedeutet: Die FPÖ allein ist fast so stark wie ÖVP und SPÖ gemeinsam.

NEOS unter Wahlergebnis, Grüne stabil

Auch die NEOS spüren den Gegenwind. Mit 8 Prozent liegen sie nun leicht unter ihrem Wahlergebnis – ein Minus von einem Punkt zur Vorwoche. Den Grünen hingegen tut die Opposition ausgesprochen gut: Mit der neuen Chefin Leonore Gewessler haben sie sich bei 11 Prozent eingependelt.

Ampel hätte keine Mehrheit

Das ernüchternde Ergebnis für die Regierung: Wäre jetzt eine Nationalratswahl, kämen ÖVP, SPÖ und NEOS zusammen bestenfalls auf 91 Mandate. Zum Regieren sind aber mindestens 92 Mandate nötig. Die Ampel wäre also – rein rechnerisch – ohne Mehrheit.

Die Zahlen machen deutlich: Trotz Regierungsbeteiligung und milliardenschweren Entlastungspaketen findet die Ampel-Koalition in der Bevölkerung keinen Rückhalt. Die FPÖ profitiert weiterhin von der Schwäche der Regierungsparteien – und bleibt ungefochten an der Spitze.

Quellen:

  • oe24.at
  • Paul Lazarsfeld-Gesellschaft
  • Österreichische Presseagentur (OTS)

Credits: APA

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