FPÖ und ÖVP: Gemeinsam stark – bei Männern und Frauen

FPÖ und ÖVP: Gemeinsam stark – bei Männern und Frauen

Eine neue OGM-Analyse zeigt: Der klassische Gender-Gap in der österreichischen Politik ist Geschichte. Die Blauen haben sich zur echten Volkspartei entwickelt – und das über alle Geschlechtergrenzen hinweg.

35 Prozent – bei beiden

Das Wahlverhalten von Frauen und Männern ist in Österreich mittlerweile nahezu ident: Laut einer aktuellen Analyse des Meinungsforschungsinstituts OGM unterstützten bei Sonntagsfragen im Februar jeweils 35 Prozent der Frauen wie der Männer die FPÖ. VOL.AT Ein bemerkenswertes Ergebnis – noch vor wenigen Jahren galt die Partei als klassische Männerdomäne.

Männer tendierten in der Vergangenheit meist viel eher zur FPÖ als Frauen. Zuletzt haben diese jedoch kräftig nachgezogen Diesubstanz – ein Trend, der sich nun in den aktuellen Umfragedaten klar bestätigt.

Rechts-konservative Mehrheit – doppelt abgesichert

Unter den Männern lag die ÖVP mit 23 Prozent auf dem zweiten Platz, womit FPÖ und ÖVP gemeinsam eine „männliche Mehrheit“ von 58 Prozent erreichten. Auch unter den Frauen erzielten die beiden Parteien mit 54 Prozent eine Mehrheit – die Volkspartei lag hier mit 19 Prozent knapp hinter der SPÖ mit 20 Prozent weiblicher Unterstützung. VOL.AT

Damit ist klar: Für eine rechts-konservative Koalition gäbe es unter beiden Geschlechtern eine komfortable Basis – während eine linke Alternative weit außer Reichweite liegt.

Links? Weit und breit keine Mehrheit

Von einer linken Mehrheit waren SPÖ, Grüne und KPÖ bei den Frauen mit insgesamt 36 Prozent und bei den Männern mit 31 Prozent weit entfernt. Die drei Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS rangen gemeinsam mit 48 Prozent (Frauen) und 49 Prozent (Männer) um eine Mehrheit – ohne sie sicher zu erreichen. VOL.AT

Teuerung treibt Frauen nach rechts

Warum dieser Schwenk? Die Meinungsforscher führen die geschlechtsspezifischen Verschiebungen vor allem auf Sicherheit und Teuerung zurück – Letzteres betreffe besonders Frauen, darunter Alleinerziehende und ältere Alleinstehende. Auch seien junge Frauen im Vergleich zu früheren Generationen wesentlich offener für neue politische Angebote. VOL.AT

Frauen noch unentschlossener

Ein Unterschied bleibt: Frauen sind politisch häufiger unentschlossen als Männer. Während sich 82 Prozent der Männer für eine Partei aussprachen, gaben nur 74 Prozent der Frauen eine klare Präferenz an. VOL.AT Fast jede vierte Frau lässt sich also noch überzeugen – ein nicht zu unterschätzender Faktor im politischen Wettbewerb.

Für die Analyse befragte OGM insgesamt 3.134 Wahlberechtigte, knapp die Hälfte davon Frauen. Die maximale Schwankungsbreite liegt bei 2,5 Prozent. VOL.AT


Quellen: OGM (Analyse Sonntagsfragen Februar 2026), exxpress.at, salzburger-nachrichten.at, dieSubstanz.at

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