FPÖ kontert: „Nicht wir haben gepfiffen“

FPÖ kontert: „Nicht wir haben gepfiffen“

Die Buhrufe beim Altausseer Kirtag gegen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) sorgen weiter für Zündstoff. Nachdem die Ministerin die Pfiffe als „Störaktion der FPÖ“ eingeordnet hatte, schießen die Freiheitlichen nun mit einer eigenen Version der Ereignisse zurück.

FPÖ präsentiert alternative Erklärung

Wie oe24.at berichtet, meldet sich die FPÖ per Aussendung zu Wort und stellt die Urheberschaft der Buhrufe grundlegend infrage. Demnach soll die Quelle der Pfiffe eine rund 50-köpfige Gruppe aus Oberösterreich gewesen sein, die an diesem Tag einen „Polterer“ im Ausseerland feierte. Als Erkennungszeichen habe die Gruppe blaue Hüte getragen – möglicherweise, so die Vermutung der FPÖ, habe genau dieser Kopfschmuck die Ministerin dazu gebracht, die Pfiffe automatisch der Partei zuzurechnen.

Schnedlitz spricht von „überheblicher“ Art

Besonders scharf äußert sich FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Er wirft Meinl-Reisinger vor, sich schlicht nicht vorstellen zu können, dass sie jemand nicht sympathisch findet: Es sei typisch für ihre „überhebliche und selbstverliebte Art“, Pfiffe automatisch als organisierten Angriff zu deuten, statt sie als das zu nehmen, was sie seien. Als Beleg für mögliche Unzufriedenheit in der Bevölkerung verweist Schnedlitz auf die aktuellen Umfragewerte der NEOS von rund sieben Prozent sowie auf Kritik, die zuletzt auch aus der eigenen Partei und vom NEOS-Parteigründer gekommen sei. Bei einem vollbesetzten Bierzelt sei es daher naheliegend, dass sich dort auch Menschen befänden, die die Außenministerin nicht mögen – und in einer Demokratie hätten diese Menschen jedes Recht, das kundzutun. Sein Vorwurf: Eine „Attacke der FPÖ“ zu konstruieren und diese Behauptung als gesicherte Information zu verbreiten, sei nicht akzeptabel.

Rücktrittsforderung von Schnedlitz

Der FPÖ-Generalsekretär geht noch einen Schritt weiter und fordert von der Ministerin nicht nur eine Entschuldigung bei der FPÖ, sondern auch ihren Rücktritt. Seine Begründung: Wer sich von ein paar Pfiffen im Bierzelt aus der Fassung bringen lasse, könne das Land international nicht glaubwürdig vertreten. Besonders hart geht er mit dem ursprünglichen Vorwurf der Ministerin ins Gericht – wer aufgrund eigener Unbeliebtheit beginne, andere zu beschuldigen, und dabei mit einer erfundenen Schuldzuweisung auffliege, könne nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.


Credits: BKA, Andy Wenzel

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