Das Frequency-Festival in St. Pölten ist bekannt für seine ausgelassene Stimmung und musikalischen Highlights. Doch dieses Jahr sorgte ein Auftritt des deutschen Rappers Finch und seines Bühnen-Gasts, Wrestler Pascal Spalter, für einen handfesten Skandal. Wie oe24.at berichtet, beleidigte Spalter auf der Bühne nicht nur das österreichische Publikum, sondern zog auch den verstorbenen Musiker Falco auf geschmacklose Weise in den Dreck.
Mit Aussagen wie „Ihr würdet so gerne zu Deutschland gehören, aber euch fehlt es an Niveau, Intellekt und gutem Aussehen“ und einer Anspielung auf Falcos Tod, überschritt Spalter für viele eine rote Linie. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.
FPÖ-Generalsekretär Hafenecker: „ORF ist rücktrittsreif!“
Besonders scharf reagierte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker. In einer Stellungnahme wetterte er gegen den ORF, der mit seinem Radiosender FM4 als Namensgeber des Festivals auftritt. Hafenecker kritisierte: „Beim ORF ist jedes Maß verloren gegangen! Millionen Österreicher müssen diesen linksideologischen Irrsinn unfreiwillig bezahlen.“ Für ihn ist das Management des ORF „rücktrittsreif“.
ORF wehrt sich: „Kein Einfluss auf Line-Up“
Der ORF ließ diese Vorwürfe nicht unbeantwortet. In einer Aussendung stellte der öffentlich-rechtliche Sender klar, dass FM4 zwar Namensgeber, aber nicht Hauptsponsor des Festivals sei. Zudem habe der ORF „keinen Einfluss auf Programm und Line-Up, schon gar nicht auf Gäste der auftretenden Interpreten“. Die Aussagen von Spalter seien in keiner Weise mit dem ORF in Verbindung zu bringen, betonte der Sender.
Ein politisches Nachspiel?
Der Eklat hat nicht nur die Festivalbesucher, sondern auch die politische Landschaft Österreichs aufgerüttelt. Während die FPÖ den ORF scharf kritisiert, bleibt abzuwarten, ob diese Debatte weitere Konsequenzen nach sich ziehen wird. Klar ist: Das Frequency-Festival 2025 wird nicht nur wegen seiner Musik, sondern auch wegen dieses Skandals in Erinnerung bleiben.
Credits: APA
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