Ein Plakat, das für Wirbel sorgt
Ein Plakat der Wiener Polizei, das zur Feier „20 Jahre Einsatzeinheit“ einlädt, hat bei der FPÖ eine Welle der Empörung ausgelöst. Die Grafik zeigt eine eskalierende Demonstration vor der Rossauer Kaserne, mit brennenden Straßen und Polizisten, die mit Gummiknüppeln bereitstehen. Besonders brisant: Einige der Demonstranten schwenken Österreich-Fahnen.
FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker kritisierte das Plakat scharf und fragte laut OTS: „Gestaltet das DÖW jetzt auch schon Plakate für die Wiener Polizei? Wenn dieses Bild das Demokratieverständnis der Polizei repräsentiert, dann ‚Gute Nacht‘.“
„Höchst verunglückt“: FPÖ fordert Rückzug des Plakats
Für Hafenecker ist das Plakat ein Affront. „Was will uns die Polizei vermitteln? Wenn man mit einer Österreich-Fahne demonstrieren geht, dann stehen Polizisten mit gezücktem Gummiknüppel daneben?“, fragte er empört. Er forderte, dass das Plakat sofort eingezogen wird.
In einer Aussendung spekulierte Hafenecker, dass die Gestalter des Plakats möglicherweise an die Corona-Demonstrationen erinnern wollten. „Damals wurde auf Anordnung des schwarzen Innenministers mit unglaublicher Härte gegen friedliche Demonstranten vorgegangen“, so Hafenecker weiter. Er kritisierte, dass friedliche Demonstranten eingekesselt und schikaniert wurden, während andere Vorfälle, wie der Polizeieinsatz am Peršmanhof, monatelang untersucht würden.
Polizei verteidigt sich
Die Feier, die am 12. September in der Rossauer Kaserne stattfinden soll, wird vom Betriebsausschuss der Landespolizeidirektion Wien organisiert. Das Motto der Einsatzeinheit, „Viribus Unitis“ – „mit vereinten Kräften“ – soll dabei im Vordergrund stehen. Doch ob das Plakat tatsächlich die gewünschte Botschaft vermittelt, bleibt fraglich.
Credits: APA
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