FPÖ bringt Skandal um „SM-Botschafter“ ins Parlament

FPÖ bringt Skandal um „SM-Botschafter“ ins Parlament

Was klingt wie eine Szene aus einem schlechten Film, sorgt gerade für ordentlich Wirbel in den Wiener Politik-Kreisen. Die FPÖ-Abgeordnete Susanne Fürst hat eine parlamentarische Anfrage gestellt, die über Österreichs Diplomatie hinaus für Schlagzeilen sorgt. Denn im Zentrum steht kein geringerer als ein österreichischer „SM-Botschafter“ – mit krassen Äußerungen, die Frauen als „Fleisch“ bezeichnen. Das berichtet unter anderem MSN.at.

Vom diplomatischen Parkett in den Sado-Maso-Blog

Wer hätte gedacht, dass unter den österreichischen Diplomaten ein öffentlich zugänglicher Blog existiert, der sich mit SM-Content beschäftigt? Laut Fürst ist der Kabinettschef eines ehemaligen Außenministers aktiv in einem Blog, der explizit sadomasochistische Inhalte verbreitet. Noch brisanter: In seinen Beiträgen werden Frauen in abwertender Weise als „Fleisch“ dargestellt. Das sorgt für heftige Kritik, vor allem vonseiten der FPÖ, die nun im Parlament Antworten fordert. Mehr Details dazu finden sich in einem Facebook-Posting von Susanne Fürst hier.

Politischer Druck steigt

Die FPÖ pocht darauf, dass derartige Äußerungen und Aktivitäten nicht mit dem Amt eines Botschafters oder Kabinettschefs vereinbar sind. Die Partei fordert Aufklärung, wie es sein kann, dass jemand, der Österreichs Diplomatie vertritt, sich öffentlich mit solch abwertenden Inhalten profiliert. Die Anfrage soll auch klären, ob Konsequenzen gezogen werden und wie derartige Vorfälle in Zukunft verhindert werden können.

Der Fall erinnert an einen weiteren Sex-Skandal, der kürzlich in diplomatischen Kreisen für Aufregung sorgte, wie Heute.at berichtet hier.

Ein Skandal, der mehr als nur einen Shitstorm auslöst

In Zeiten, in denen Gleichberechtigung und Respekt gegenüber Frauen gesellschaftlich hoch im Kurs stehen, ist so ein Skandal besonders heikel. Die öffentliche Debatte dreht sich längst nicht mehr nur um private Vorlieben, sondern um die Frage, welche moralischen Maßstäbe an Amtsträger angelegt werden müssen.

Credits: APA

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