FPÖ auf Rekordhoch, Kickl mit Bestwert: Das Sparpaket macht die Koalition kleiner

FPÖ auf Rekordhoch, Kickl mit Bestwert: Das Sparpaket macht die Koalition kleiner

Die Ampelkoalition hat im Mai ein hartes Sparpaket präsentiert. Die neue Lazarsfeld-Umfrage zeigt: Die Bevölkerung quittiert das — mit einem Vertrauensentzug für die Regierung und einem Rekordwert für die FPÖ.

FPÖ auf 38 Prozent — neuer Umfragerekord eingestellt

Wie oe24 unter Berufung auf die aktuelle Lazarsfeld-Sonntagsfrage berichtet — 2.000 Befragte vom 4. bis 12. Mai, maximale Schwankungsbreite 2,2 Prozent — käme die FPÖ bei einer Nationalratswahl am kommenden Sonntag auf 38 Prozent. Damit stellt die Partei ihren bisherigen Umfragerekord in dieser Erhebungsreihe ein. Die ÖVP verbessert sich leicht von 19 auf 20 Prozent, die SPÖ fällt hingegen auf 19 Prozent zurück — Platz drei, gleichauf mit dem Koalitionspartner. Die NEOS kommen auf 7 Prozent.

Kickl bei der Kanzlerfrage auf neuem Höchstwert

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung bei der fiktiven Kanzlerfrage. Wie oe24 berichtet, erreicht FPÖ-Chef Herbert Kickl erstmals 36 Prozent — sein bisheriger Bestwert in dieser Lazarsfeld-Reihe lag bei 34 Prozent. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) kommt auf 13 Prozent, Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) auf 8 Prozent. Kickl liegt damit fast dreimal so hoch wie der amtierende Kanzler.

Koalition verliert rechnerische Mehrheit deutlich

Die Hochrechnung auf Parlamentsmandate ergibt ein klares Bild: ÖVP, SPÖ und NEOS kommen gemeinsam auf nur noch 87 Mandate — fünf zu wenig für eine Mehrheit im 183-köpfigen Nationalrat. Bereits in der Vorwoche hatte die Lazarsfeld-Umfrage gezeigt, dass die Koalition ihre Mehrheit rechnerisch verloren hat. Die neue Erhebung bestätigt und verschärft diesen Trend.

Warum die Sparpakete der FPÖ nützen

Der Zusammenhang zwischen Sparpaket und Umfrageentwicklung ist in der österreichischen Politikforschung gut dokumentiert. Wie die wiiw-Studie von Philipp Heimberger und Anna Matzner — die exxtra24.at in dieser Woche berichtete — zeigt, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Regierungskrise bei ausgabenseitigen Sparpaketen in wirtschaftlich schwachen Phasen deutlich. Österreich befindet sich im dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum — und die Koalition spart. Wer in der Opposition sitzt und gegen das Sparpaket wettert, profitiert. In Österreich ist das derzeit vor allem die FPÖ.

Credits: APA

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