Wien – Eine neue Kampagne der Stadt Wien sorgt für heftigen politischen Zündstoff. Unter dem Motto „Nur Ja heißt Ja“ will die rot-pinke Stadtregierung für das Konsensprinzip bei sexuellen Handlungen sensibilisieren. Doch aus den Reihen der FPÖ kommt scharfe Kritik. Die freiheitliche Stadträtin Ulrike Nittmann bezeichnet die Aktion als „völlig am Thema vorbei“ und reine „Showpolitik“.
Kritik: Falsche Zielgruppe, falsche Sprache
In einer Presseaussendung rechnet Nittmann knallhart mit der Kampagne ab. Der Hauptvorwurf: Die deutschsprachigen Plakate und Videos würden die eigentliche Problemgruppe gar nicht erreichen. „Diese Kampagne geht völlig an der eigentlichen Problematik vorbei“, so Nittmann. Sie verweist auf die Kriminalstatistik, laut der Täter aus bestimmten Herkunftsländern bei Sexualdelikten überrepräsentiert seien.
Für die FPÖ-Politikerin ist klar: „Wenn die Stadt trotzdem an dieser Art von Kampagne festhält, dann müsste sie aus Gründen der Zielgruppenorientierung lediglich in arabischen Sprachen veröffentlicht werden.“ Alles andere sei wirkungslos.
„Rot-pinke Symbolpolitik“ statt echter Sicherheit
Nittmann wirft der Stadtregierung vor, mit Symbolpolitik von den wahren Problemen abzulenken. Anstatt die Sicherheit für Frauen in Wien nachhaltig zu stärken, produziere man teure Kampagnen. „Eine derart schlechte Kampagne ersetzt jedenfalls keine echte Sicherheitspolitik“, betont die Stadträtin.
Was die Wienerinnen laut der FPÖ wirklich brauchen, seien keine Plakate, sondern ein konsequentes Vorgehen gegen straffällige Täter. Nittmann fordert „konsequente Bestrafungen sowie Abschiebungen straffälliger ausländischer Täter“. Sie wirft der SPÖ unter Bürgermeister Ludwig vor, sich zu weigern, „die wahren Ursachen der Gewaltproblematik anzuerkennen und entschlossen zu handeln“.
Credits: APA
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