Während der Iran-Krieg den Luftverkehr im Nahen Osten massiv beeinträchtigt, bleibt der Flughafen Wien standhaft. Trotz der angespannten Lage und täglich 5.000 gestrandeten Passagieren hält der Vorstand an seinem Gewinnziel von 210 Millionen Euro für 2026 fest. Wie Julian Jäger, Vorstand des Flughafens, betont, sei es „deutlich verfrüht“, die Prognose zu ändern. Die Hoffnung auf eine baldige Beruhigung der Lage bleibt groß.
Gestrandete Passagiere und gesperrte Lufträume
Die Auswirkungen des Konflikts sind spürbar: Große Flughäfen wie Dubai, Abu Dhabi und Doha sind geschlossen, was zu einem Umwegverkehr führt. Wien wird dabei zum Drehkreuz für tausende Passagiere, die aufgrund der Sperrungen nicht weiterreisen können. „Sollte sich die Lage rasch beruhigen, bleiben die finanziellen Auswirkungen gering“, so Jäger optimistisch.
Dividende bleibt stabil – trotz Gewinnrückgang
Ein weiteres Zeichen der Stabilität: Trotz eines Gewinnrückgangs von über zehn Prozent hält der Flughafen an der Dividende von 1,65 Euro pro Aktie fest. Aktionäre wie das Land Niederösterreich und die Stadt Wien, die jeweils 20 Prozent der Anteile halten, können sich also auf eine konstante Ausschüttung freuen. Der Rückgang des Nettogewinns von 240 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 210 Millionen Euro 2025 ist vor allem auf Abschreibungen durch den Baustopp einer dritten Start- und Landebahn zurückzuführen.
Ölpreise und Hormus-Blockade im Fokus
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt der Ölpreis. Günther Ofner, ebenfalls im Vorstand, sieht den bisherigen Anstieg als moderat an. Entscheidend sei jedoch, wie lange die Straße von Hormus blockiert bleibe. Eine längere Blockade hält er derzeit für unwahrscheinlich.
Rekordumsatz trotz Herausforderungen
Trotz der schwierigen Umstände konnte der Flughafen Wien 2025 einen Umsatzrekord von 1,129 Milliarden Euro verzeichnen – ein Plus von 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der operative Gewinn (EBIT) sank jedoch von 306 auf 280 Millionen Euro. Für 2026 rechnet der Flughafen mit rund 30 Millionen Passagieren und Investitionen in Höhe von 330 Millionen Euro.
Quellen: exxpress.at, krone.at, diepresse.com
Credits: APA
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