Markus Marterbauer, der amtierende Finanzminister der SPÖ, hat sich entschieden: Nach der aktuellen Legislaturperiode will er in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Wie er im Podcast „Rohrer bei Budgen“ verriet, hat er seiner Frau versprochen, 2029 Schluss zu machen. Doch bis dahin hat er noch große Pläne.
Doppelbudget als Schlüssel zur Sanierung
Marterbauer plant, in diesem Jahr erneut ein Doppelbudget vorzulegen. Sein Ziel: Bis 2028 das Budgetdefizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu drücken und damit das EU-Defizitverfahren zu beenden. „Es spricht viel dafür“, erklärte er im Podcast. Der erste große Schritt sei mit dem Doppelbudget 2025/26 getan, der zweite solle mit dem Doppelbudget 2027/28 folgen. „Dann haben wir es“, so der Finanzminister optimistisch.
Politische Ruhe vor den Wahlen
Ein weiterer Grund für das Doppelbudget: Die Landtagswahlen in Oberösterreich und Tirol 2027 sowie in Niederösterreich Anfang 2028. Marterbauer betonte, dass die Erstellung eines Budgets inmitten von Wahlkämpfen schwierig sei. Daher sei es sinnvoll, das Budget für 2028 bereits im kommenden Jahr vorzubereiten.
Keine Ambitionen auf den SPÖ-Vorsitz
Auf die Frage, ob er sich eine Kandidatur für den SPÖ-Parteivorsitz vorstellen könne, winkte der 60-Jährige ab. „Ich werde alles dransetzen, in dieser Legislaturperiode meine Aufgaben als Finanzminister zu erfüllen“, sagte er. Dazu gehöre die Sanierung des Budgets, die Reduktion der Arbeitslosigkeit und das Erreichen der Klimaziele. „Am Ende der Legislaturperiode habe ich meiner Frau versprochen, in Pension zu gehen.“
Appell an die SPÖ: Geschlossenheit und Solidarität
Angesichts der innerparteilichen Kritik an SPÖ-Chef Andreas Babler rief Marterbauer zu mehr Geschlossenheit auf. „Gerade die Landesparteien würden davon profitieren“, betonte er. Er zeigte sich jedoch sicher, dass Babler der einzige Kandidat beim SPÖ-Parteitag im März sein werde.
Quellen: oe24.at, Die Presse, Nachrichten.at, BVZ.at
Credits: APA
Neueste Kommentare