Familiendrama in Bayern – Bombendrohung, Feuer und Chaos: Wie ein Handwerker das Oktoberfest lahmlegte

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Familiendrama in Bayern – Bombendrohung, Feuer und Chaos: Wie ein Handwerker das Oktoberfest lahmlegte

Ein Morgen, der München erschütterte

Es war ein Morgen, der München in Atem hielt: Am Mittwoch gegen 4:40 Uhr meldeten Anwohner im Stadtteil Lerchenau Explosionen und ein loderndes Feuer. Was zunächst wie ein gewöhnlicher Brand wirkte, entpuppte sich schnell als ein Szenario, das selbst die erfahrensten Einsatzkräfte schockierte. Wie die Polizei später bestätigte, hatte der 57-jährige Handwerker Martin P. das Haus seiner Eltern in Brand gesteckt und mit Sprengfallen präpariert. Doch das war erst der Anfang.

Familiendrama mit tödlichem Ausgang

Laut Berichten der „Marktspiegel“ eskalierte ein Familienstreit, der in einer Tragödie endete. Martin P. erschoss seinen Vater, verletzte seine 81-jährige Mutter und seine 21-jährige Tochter schwer, bevor er sich selbst das Leben nahm. Die Mutter wurde mit einer Schussverletzung in einem Versteck vor dem Haus gefunden, während die Tochter aus dem brennenden Obergeschoss gerettet werden konnte. Beide Frauen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Drohbrief und Bombenalarm

Die Ermittlungen brachten ein verstörendes Detail ans Licht: Martin P. hinterließ einen Drohbrief, in dem er von einem „bombigen Erlebnis auf der Wiesn“ sprach. Wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann erklärte, war dies der Grund für die sofortige Schließung des Oktoberfestes. Die Polizei nahm die Drohung ernst und sperrte das Gelände für mehrere Stunden. Erst um 17:30 Uhr konnte die Wiesn wieder öffnen, wie der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter auf Instagram mitteilte.

Großeinsatz und Evakuierungen

Während die Feuerwehr das brennende Haus löschte, waren Entschärfungsexperten im Einsatz, um die Sprengfallen zu entschärfen. Ein ausgebrannter Transporter und verdächtige Gegenstände in der Nähe des Hauses sorgten für zusätzliche Evakuierungen. Insgesamt waren rund 160 Einsatzkräfte vor Ort, wie der „Tagesspiegel“ berichtete. Auch eine nahegelegene Schule blieb geschlossen.

Keine politischen Motive

Obwohl zunächst ein Bekennerschreiben auf einer linksextremen Plattform auftauchte, schloss die Polizei ein politisches Motiv aus. Vielmehr deutet alles auf einen privaten Hintergrund hin. Martin P., der in Starnberg lebte, fühlte sich offenbar von seiner Familie betrogen, wie die „ORF“ berichtete.

Ein Tag, der in Erinnerung bleibt

Die Ereignisse dieses Tages werden München und das Oktoberfest noch lange begleiten. Die Wiesn-Wirte boten den betroffenen Gästen Umbuchungen an, und die Polizei rief Zeugen auf, Bildmaterial des Vorfalls hochzuladen.

Quellen: oe24, Marktspiegel, Tagesspiegel, ORF

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