Fall Schellhorn: Jetzt sogar zwei Audi-Limousinen!

Fall Schellhorn: Jetzt sogar zwei Audi-Limousinen!

Rücktrittsforderungen aus der Opposition und viel Kritik auf den Social-Media-Plattformen – bis auf wenige ultralinke Journalisten und einige gut in diesem polit-medialen Biotop verdienende Lobbyisten sind sich alle Österreicher einig: Es ist einfach zu viel passiert, der pinke Deregulierungs-Staatssekretär beschädigt mit seinem Verhalten und seinen Aussagen die ganze – ohnehin mäßig beliebte –  Bundesregierung.

Jetzt erfuhren exxtra24 und die Tageszeitung Heute vom nächsten Aufreger des NEOS-Politikers, der den Dienst-Audi A6 (Neupreis 55.000 Euro) in einen Audi A8 L (121.000 Euro teuer) tauschen ließ: In einer Stellungnahme auf X und bei einem Beschimpfungs- und Droh-Anruf bei exxtra24 hatte Schellhorn ja behauptet, seine Audi-A8-Aktion würde den Steuerzahlern viel weniger Kosten verursachen als der weitere Betrieb des kleineren Audi A6. Auch ein kleines umstrittenes Wiener Wochenblatt übernahm diese Argumentationslinie und wollte so dem Staatssekretär aus den Tiefen des großen Fettnapfs helfen.

Zwei Dienstwagen statt einem

Richtig vermutet: Auch das stimmte nicht. Denn der Audi A6 muss zusätzlich zum neu angeschafften Audi A8 ebenfalls behalten und die Leasingraten noch ein Jahr weiterbezahlt werden – so bezahlen die Österreicher nun zwei (!) Dienstwagen für einen Staatssekretär, der als Koalitions-Sparefroh ja eigentlich für weniger Ausgaben der Bundesverwaltung sorgen sollte …

Eine Sprecherin Schellhorns bestätigt auf Anfrage von Heute: „Die bestehenden Leasingverträge laufen für die vorgesehene Laufzeit weiter. Der vorübergehend für die Dienstfahrten von Herrn Staatssekretär Schellhorn eingesetzte Audi A6 werde weiter in vollem Umfang für das Ministerium benötigt.“

Auch die versuchte Täter-Opfer-Umkehr des Staatssekretärs kommt bei vielen Österreichern gar nicht gut an: Wie berichtet, verglich sich Sepp Schellhorn ja mit den gefolterten, verschleppten und ermordeten Opfern der Nationalsozialisten, weil er aufgrund der peinlichen Dienstwagen-Affäre von vier Betrunkenen in einem Zug angepöbelt worden sei – er fühle sich „wie vor 85 Jahren“. Der NEOS-Politiker entschuldigte sich dann wenige Stunden später für diese Ungeheuerlichkeit.

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