Explosive Eskalation: Thailand stoppt Waffenruhe mit Kambodscha!

Explosive Eskalation: Thailand stoppt Waffenruhe mit Kambodscha!

Bangkok – Die Waffenruhe zwischen Thailand und Kambodscha ist Geschichte! Nach einem dramatischen Vorfall an der Grenze, bei dem vier thailändische Soldaten durch Landminen verletzt wurden, zieht Bangkok die Reißleine. Ministerpräsident Anutin Charnvirakul erklärte entschlossen: „Die Feindseligkeiten haben nicht nachgelassen. Die Zusammenarbeit wird vorerst ausgesetzt.“

Landminen-Drama in Si Sa Ket

Die Provinz Si Sa Ket wurde zum Schauplatz eines schockierenden Zwischenfalls. Ein Soldat verlor einen Fuß, drei weitere erlitten schwere Verletzungen. Laut der „Bangkok Post“ sollen Eindringlinge heimlich Stacheldraht entfernt und Landminen auf thailändischem Boden platziert haben. Militärsprecher Winthai Suvaree machte klar: „Die Wahrheit ist ans Licht gekommen. Die feindselige Haltung bleibt bestehen.“

Kambodscha wehrt sich: „Nicht unsere Minen!“

Das kambodschanische Verteidigungsministerium bedauerte den Vorfall, wies jedoch Vorwürfe entschieden zurück. Laut der „Khmer Times“ seien die Minen keineswegs neu verlegt worden. Ein diplomatischer Schlagabtausch ist vorprogrammiert.

Friedensabkommen in Trümmern

Erst Ende Oktober hatten Thailand und Kambodscha ein von US-Präsident Donald Trump vermitteltes Friedensabkommen unterzeichnet. Trump, der eigens zum ASEAN-Gipfel nach Kuala Lumpur gereist war, drohte beiden Ländern mit wirtschaftlichen Konsequenzen, sollte der Konflikt nicht beigelegt werden. Doch die Waffenruhe hielt nicht lange. Bereits im Juli hatten tagelange Gefechte an der 800 Kilometer langen Grenze über 40 Menschenleben gefordert und Hunderttausende in die Flucht getrieben.

„Recht auf Selbstverteidigung“

Armeechef Pana Klaewplodthuk betonte: „Die Königlich Thailändische Armee wird alle Abkommen beenden, um das Recht auf Selbstverteidigung zu wahren.“ Das Abkommen sah ursprünglich den Abzug schwerer Waffen, gemeinsame Minenräumungen und die Freilassung von 18 kambodschanischen Kriegsgefangenen vor. Doch Thailand wirft Kambodscha vor, die Räumung zu verzögern und neue Minen zu platzieren.

Ein Konflikt ohne Ende?

Der Grenzkonflikt zwischen den beiden Nachbarn schwelt seit Jahrzehnten. Die jüngsten Ereignisse zeigen, wie fragil der Frieden in der Region ist. Während Thailand auf Selbstverteidigung pocht, bleibt Kambodscha bei seiner Unschuld.

Quellen: ORF, Bangkok Post, Khmer Times, suedostschweiz.ch, Zeit Online

Credits: APA

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