Wien/Baku. Der ehemalige Pressesprecher von Ex-Kanzler Sebastian Kurz, Etienne Berchtold, hat einen neuen Posten ergattert: Er wird Österreichs Botschafter in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Nach vier Jahren in Abu Dhabi zieht Berchtold weiter – und sorgt damit für Gesprächsstoff.
Diplomatisches Stühlerücken
Wie der Ministerrat am Mittwoch bekannt gab, werden 2026 insgesamt 28 diplomatische Leitungsfunktionen neu besetzt. Neben Berchtold, der in Abu Dhabi als Botschafter tätig war, übernimmt Bernd Alexander Bayerl diesen Posten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Laut Informationen von Heute hat Berchtold in den Emiraten durch hochrangige Treffen die Wirtschaftsbeziehungen Österreichs gestärkt.
Kritik aus der Opposition
Die Neubesetzungen bleiben nicht ohne Kritik. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz sprach in einer Aussendung von „Postenschacher in Reinkultur“ und forderte Bundeskanzler Christian Stocker auf, einzugreifen. Das Bundeskanzleramt wollte sich dazu nicht äußern, wie die APA berichtet.
Ein Blick auf die weiteren Posten
Neben Berchtold und Bayerl gibt es zahlreiche weitere Neubesetzungen. Arad Benkö, bisher Kabinettschef von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, wird Botschafter in Tel Aviv. Elisabeth Kornfeind, Leiterin der Europasektion im Außenministerium, übernimmt die Ständige Vertretung bei der OECD in Paris.
Ein Karrieresprung mit Symbolkraft?
Berchtolds Wechsel nach Baku wirft Fragen auf. Aserbaidschan, ein Land mit geopolitischer Brisanz, ist für Österreich ein wichtiger Partner in Energiefragen. Ob Berchtold hier an seine Erfolge in Abu Dhabi anknüpfen kann, bleibt abzuwarten.
Quellen: oe24.at, orf.at, diepresse.com, heute.at
Credits: APA
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