Es ist eine Abrechnung, die in den europäischen Hauptstädten für Furore sorgen dürfte: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (75) hat in einem Interview mit „Euronews“ scharfe Kritik an Europas Umgang mit islamistischem Terror geübt. Seine Worte? Eine schallende Ohrfeige für die politische Elite des Kontinents.
„Die ultimative Belohnung für die Hamas“
Netanjahu, bekannt für seine unverblümte Rhetorik, ließ kein gutes Haar an der Entscheidung mehrerer westlicher Staaten, darunter Frankreich, Großbritannien und Belgien, einen palästinensischen Staat anzuerkennen. „Europa ist im Grunde irrelevant geworden – es hat enorme Schwäche gezeigt“, wetterte der Premierminister. Besonders die Anerkennung Palästinas bezeichnete er als „die ultimative Belohnung für die Hamas“, die laut Netanjahu am 7. Oktober 2023 das „größte Massaker an Juden seit dem Holocaust“ verübt habe.
Wie „Euronews“ berichtet, sieht Netanjahu in diesem Schritt eine gefährliche Kapitulation vor dem Terror. „Damit erlaubt Europa der Hamas de facto, ihren Krieg gegen Israel fortzusetzen“, so der Premierminister weiter.
„Europa kapituliert vor dem Terror“
Während die USA unter Präsident Donald Trump (79) einen „realistischen Friedensplan“ für den Gazastreifen vorgelegt hätten, gehe Europa den falschen Weg, kritisierte Netanjahu. Besonders die Massendemonstrationen in europäischen Städten, bei denen Unterstützung für die Hamas gezeigt wurde, seien ein fatales Signal gewesen.
„Wenn ihr den Terror bekämpfen wollt, steht auf und bekämpft ihn entschieden, kapituliert nicht vor seinen Forderungen“, forderte der israelische Regierungschef die europäischen Staaten auf.
Israel als „vorderste Verteidigungslinie“
Netanjahu sieht Israel als Bollwerk gegen den globalen islamistischen Terror. „Wir kämpfen tatsächlich gegen die Barbaren, die unsere freien Gesellschaften zerstören wollen“, erklärte er. Dabei betonte er, dass Israel an der Front stehe, während es von europäischen Ländern kritisiert werde – Ländern, die Israel eigentlich schützen wolle.
Mit Blick auf die laufenden Waffenruhe-Gespräche in Ägypten äußerte Netanjahu vorsichtige Hoffnung. Sollte die Hamas einer Geiselfreilassung zustimmen, „dann könnte dies in der Tat der Anfang des Kriegsendes sein“. Doch eines machte er unmissverständlich klar: „Die Herrschaft der Hamas ist am Ende.“
Credits: APA
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